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Enthaltene Instrumente

Mehrheit wünscht sich weniger Abhängigkeit von China und USA

Fri Jul 03 10:34:10 CEST 2026

BERLIN (dpa-AFX) - Eine deutliche Mehrheit der Deutschen spricht sich dafür aus, die wirtschaftlichen Beziehungen zu Partnerländern jenseits von China und den USA auszubauen. Das zeigen die Ergebnisse einer repräsentativen Befragung des Meinungsforschungsinstituts Civey im Auftrag der Grünen-nahen Heinrich-Böll-Stiftung. Dabei stimmten 85 Prozent der Aussage zu, "Europa sollte seine wirtschaftlichen Beziehungen stärker auf mehr Partnerländer verteilen, um weniger abhängig von den USA und China zu sein". Den Angaben zufolge lehnten lediglich fünf Prozent der 5.000 Bundesbürger, die dazu zwischen dem 16. Juni und dem 19. Juni befragt wurden, diese Aussage ab. Jeder zehnte Teilnehmer der Umfrage antwortete unentschieden.

Unabhängigkeit ja, aber zu welchem Preis?

Die Ergebnisse zeigen auch, dass viele Menschen hierzulande eine größere Unabhängigkeit Deutschlands in bestimmten Bereichen der Wirtschaft für wichtig halten. Das gilt vor allem für Energie, Medikamente und die Rüstungsindustrie. Bei der Frage "In welchen Bereichen ist es Ihrer Meinung nach besonders wichtig, dass Europa unabhängiger von anderen Staaten wird?" nannte jeder Zweite Energie als besonders wichtigen Bereich. 45 Prozent der Befragten priorisierten Arzneimittel, wobei Mehrfachnennungen bei dieser Frage möglich waren. Verteidigungstechnologie nannten 40 Prozent der Teilnehmer der Civey-Umfrage. Bei Halbleitern und Chips finden 32 Prozent eine stärkere Unabhängigkeit relevant. Jeder Fünfte hält mehr europäische Unabhängigkeit bei Künstlicher Intelligenz (KI) für wichtig.

Wenn mehr Unabhängigkeit mit höheren Kosten verbunden ist, sieht das Meinungsbild allerdings nicht mehr ganz so eindeutig aus. Der in der Online-Umfrage vorgelegten Aussage "Die Politik sollte kurzfristig höhere Kosten für Unternehmen & Verbraucher:innen in Kauf nehmen, damit Europa langfristig wirtschaftlich unabhängiger wird" stimmen 47 Prozent der Deutschen ganz oder eher zu. 33 Prozent lehnen dies ab. Jeder Fünfte äußerte sich unentschieden./abc/DP/jha

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