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Enthaltene Instrumente

Aktien Frankfurt: Dax leicht im Plus

Thu Aug 06 12:04:25 CEST 2026

FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach der Verschnaufpause zur Wochenmitte hat der deutsche Aktienmarkt am Donnerstag etwas zugelegt. Anleger hoffen weiterhin auf eine Lösung im Iran-Krieg und setzen auf eine Öffnung der für den globalen Öltransport wichtigen Meerenge von Hormus. Die daran grenzenden Golfstaaten Iran und Oman stehen nach Angaben aus Teheran kurz vor einer Einigung auf eine neue Schifffahrtsroute durch die blockierte Meerenge. Hierzulande steht die Berichtssaison im Anlegerfokus. Allein aus dem Dax haben acht Unternehmen Zahlen vorgelegt.

Der Dax stieg gegen Mittag um 0,2 Prozent auf 26.173 Punkte. Tags zuvor war der Leitindex erstmals über 26.400 Punkte gestiegen, ehe ihm die Luft ausgegangen war. Der MDax gewann am Donnerstagmittag 0,1 Prozent auf 32.447 Zähler. Für den EuroStoxx 50 , Leitindex des Euroraums, ging es um 0,6 Prozent aufwärts.

Im deutschen Rüstungssektor legten die Papiere von Renk und Hensoldt um 7,3 beziehungsweise 3,0 Prozent zu. Der Panzergetriebehersteller Renk hatte mit seinen aktuellen Geschäftszahlen die Erwartungen erfüllt und einen Rekordauftragseingang verzeichnet. Beide Titel lagen damit im MDax-Spitzenfeld.

Die im Dax gelistete Rheinmetall-Aktie tat sich zunächst schwer, stieg dann aber um zuletzt 1,1 Prozent. Der Rüstungskonzern hatte nach dem Stopp des milliardenschweren F126-Fregattenprojekts durch das Verteidigungsministerium wie erwartet den Umsatzausblick für das laufende Jahr gesenkt.

Trotz starker Quartalszahlen von Siemens sackten die Aktien des Technologiekonzerns als Schlusslicht im Dax um 6,2 Prozent ab. Marktbeobachter führten dies auf Gewinnmitnahmen zurück, nachdem die Papiere tags zuvor mit 291,50 Euro ein weiteres Rekordhoch erzielt hatten. Analysten lobten hingegen die operative Entwicklung unisono.

Die Bedenken von Investoren hinsichtlich eines Überangebots und sinkender Preise sowie einer Abschwächung der Aufträge bei Gasturbinen seien überzogen, schrieb Deutsche-Bank-Experte Gael de-Bray. Siemens erzielte im dritten Geschäftsquartal Rekordwerte beim operativen Ergebnis und im Neugeschäft. Als Folge hob das Unternehmen sein Ergebnisziel für das laufende Geschäftsjahr an.

Die Deutsche Telekom profitierte im zweiten Quartal weiter vom Wachstum der US-Tochter und erhöhte ihren Barmittel-Ausblick für das Gesamtjahr. Das um Sondereffekte bereinigte operative Ergebnis (Ebitda AL) kletterte um 7,5 Prozent. Experten hatten hier einen Tick weniger erwartet. Die Telekom weitet zudem ihr Aktienrückkaufprogramm deutlich aus. Die T-Aktie stand mit einem Kursplus von 5,9 Prozent an der Dax-Spitze.

Die Commerzbank verdiente im zweiten Quartal fast doppelt so viel wie ein Jahr zuvor und sucht nun das Gespräch mit ihrer Großaktionärin Unicredit . Nach einem Rekordergebnis im ersten Halbjahr sieht sich die Bank "voll auf Kurs, ihr Gewinnziel von mindestens 3,4 Milliarden Euro im Gesamtjahr zu erreichen". Zudem will sie weitere bis zu 1,2 Milliarden Euro in den Rückkauf eigener Aktien stecken. Die Papiere des Kreditinstituts stiegen um 0,3 Prozent.

Der Konsumgüterkonzern Henkel steigerte im ersten Halbjahr in einem weiter schwierigen Umfeld das Ergebnis. Branchenexperten hatten insgesamt im Durchschnitt etwas weniger auf dem Zettel. Für das laufende Jahr zeigt sich das Management zuversichtlicher. Für die Aktien der Düsseldorfer ging es um 3,9 Prozent nach oben.

Der Pharma- und Spezialchemiekonzern Merck KGaA hob nach unerwartet starken Quartalszahlen die Jahresziele erneut an. Gründe seien vor allem die anhaltende Erholung der Laborsparte rund um die Arzneimittelherstellung, starke Verkäufe von KI-Halbleitermaterialien und nachlassender Gegenwind durch Währungen, hieß es. Die Anteilsscheine stiegen um 1,1 Prozent.

Der Internetportal-Betreiber Scout24 beschleunigte sein Wachstum im zweiten Quartal. Der bereinigte operative Gewinn (Ebitda) legte im ersten Halbjahr um knapp 15 Prozent zu, verfehlte damit aber die Erwartungen der Experten. Die Ziele für das laufende Jahr wurden bestätigt. Die Anteilsscheine von Scout24 fielen um rund sechs Prozent auf 72 Euro. Damit bleiben sie im seit April bestehenden Seitwärtstrend, der zwischen rund 67 und 80 Euro verläuft.

Der jüngste Stabilisierungsversuch der Anteilsscheine von PVA Tepla ist schon wieder Geschichte. Die Titel des Hightech-Anlagenbauers brachen wegen einer enttäuschenden operativen Geschäftsentwicklung um 10,5 Prozent ein. Das operative Ergebnis sei um mehr als die Hälfte eingebrochen und habe die Erwartungen deutlich verfehlt, monierte Jefferies-Analyst Constantin Hesse./edh/zb

--- Von Eduard Holetic, dpa-AFX ---

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