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Thu Apr 30 10:58:42 CEST 2026
FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach seinen jüngsten Verlusten hat der Euro am Donnerstag keine klare Richtung gefunden. Die Gemeinschaftswährung war im frühen Handel zunächst auf den tiefsten Stand seit Anfang April gefallen, bevor sie sich erholte. Zuletzt notierte der Eurokurs bei 1,1686 US-Dollar und damit in etwa auf dem Niveau von Mittwochabend.
Aktuell wird der Euro von den Entwicklungen im Nahost-Krieg belastet. Angesichts der von den Vereinigten Staaten gegen den Iran verhängten Seeblockade hat der Kommandeur der iranischen Marine den US-Truppen in der Region gedroht. Derweil läuft bald die Frist aus, in der der US-Präsident auf eigene Faust den Einsatz des US-Militärs gegen den Iran befehligen darf. Danach bräuchte er die Einwilligung des Kongresses - zumindest in der Theorie.
Derzeit ist eine Öffnung der für den weltweiten Warenverkehr wichtigen Straße von Hormus weiterhin nicht in Sicht. Vor diesem Hintergrund bewegt sich der Ölpreis weiter auf hohem Niveau, wodurch die Inflations- und Wachstumssorgen präsent bleiben.
Etwas Unterstützung erhielt der Euro zuletzt durch robuste Wachstumszahlen. So verlor Italiens Wirtschaft zum Jahresstart nur leicht an Fahrt. Die deutsche Wirtschaft startete trotz aller Krisen mit einem überraschend kräftigen Wachstum ins neue Jahr. Das Bruttoinlandsprodukt legte im ersten Quartal zum Vorquartal um 0,3 Prozent zu, wie das Statistische Bundesamt anhand vorläufiger Daten errechnete.
"Die positive Wachstumsüberraschung zeigt, wie wertvoll derzeit die höheren staatlichen Ausgaben sind", schrieb Chefvolkswirt Thomas Gitzel von der VP Bank. "Denn eines ist relativ sicher, der private Konsum wird im zweiten Quartal aufgrund der gestiegenen Energiepreise Federn lassen." Höhere Ausgaben für Rüstung und Infrastruktur aber sorgten für eine wohltuende Kompensation./la/jsl/jha/
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