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Mon Jun 15 08:20:48 CEST 2026
FRANKFURT (dpa-AFX) - Das Rahmenabkommen zwischen den USA und dem Iran für ein Ende des Krieges sorgt am Montag bei Anlegern für Erleichterung. Knapp eine Stunde vor Handelsbeginn signalisierte der X-Dax als außerbörslicher Indikator für den Dax ein Plus von 1,5 Prozent auf 25.015 Punkte. Damit würde der Leitindex wieder knapp über die Marke von 25.000 Punkten zurückkehren. Über dieser wartet dann bei 25.507 Punkten das Rekordhoch.
Oftmals angekündigt, ist der Deal zwischen den Kriegsparteien jetzt endlich Fakt: Der iranische oberste Nationale Sicherheitsrat hat nach eigenen Angaben das Rahmenabkommen mit den USA unter der Führung von Staatsoberhaupt Modschtaba Chamenei finalisiert. Es umfasse ein sofortiges Kriegsende an allen Fronten, eingeschlossen dem Libanon. Marktbeobachter verwiesen am Morgen zwar weiter auf Restzweifel, aber Anleger nehmen die Absichten gerne zur Kenntnis.
Die für den Welthandel wichtige Straße von Hormus soll laut US-Angaben aufgrund notwendiger Minenräumung erst nach der formellen Unterzeichnung des Iran-Abkommens am Freitag geöffnet werden. Die Ölpreise sinken um etwa fünf Prozent und sorgen für weiter abnehmenden Inflationsdruck. Dies könnte vor den Zinsentscheiden, die in dieser Woche in den USA, Japan, Großbritannien und der Schweiz anstehen, perspektivisch den Handlungsdruck etwas mildern.
Gut für die Börsenstimmung verlief am Freitag in New York auch der Rekord-Börsengang des Weltraum- und KI-Konzerns SpaceX . Anleger konnten üppige Gewinne erzielen und der Trend geht am Montag im Tradegate-Handel nochmals etwas nach oben. Das Raumfahrt-, Satelliten- und KI-Unternehmen von Tesla -Chef Elon Musk ist aus dem Stand mehr wert als der Facebook-Konzern Meta und der Elektroautobauer Tesla.
Im Frankfurter Aktienhandel dürften die Gewinne bei Einzelwerten am Montag auf einer breiten Basis stehen, wobei bei Tourismus- und Luftfahrtwerten wie Tui , Lufthansa oder Airbus vorbörslich relativ deutliche Kursgewinne erzielt werden können. Der mögliche Frieden im Iran sorgt bei Öl- und Rüstungswerten hingegen für einen Dämpfer.
Bei Rheinmetall beträgt das Minus vorbörslich fast drei Prozent. Bei dem Dax-Unternehmen kommen Bedenken hinzu, dass Frankreich nach dem Aus für ein gemeinsames Kampfflugzeug beim geplanten Panzerprojekt MGCS aussteigen könnte. "Eine Gefahr ist immer da, aber es ist noch nichts entschieden", sagte Rheinmetall-Chef Armin Papperger der "Welt am Sonntag".
Vorbörslich können auch die DWS -Aktien den Kursgewinnen mit einem Abschlag von 1,5 Prozent nicht folgen. Analyst Oliver Carruthers von Goldman Sachs reagiert am Montag mit einer Verkaufsempfehlung auf die jüngste Kurserholung und erste Anzeichen einer Normalisierung der bisherigen Argumente für Mittelzuflüsse./tih/jha/
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