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Fri Jul 31 09:45:53 CEST 2026
FRANKFURT (dpa-AFX) - Eine beeindruckende Erholung von Technologieaktien in den USA und Asien hat auch dem deutschen Aktienmarkt am Freitag Auftrieb geben. Unterstützung kommt zudem von den weiter spürbar sinkenden Ölpreisen, auch wenn die Lage im Nahen Osten weiter angespannt ist.
Der Dax legte im frühen Handel um 1,1 Prozent auf 25.885 Punkte zu und nähert sich damit seinem Rekordhoch, das er Anfang Juli bei 25.900 Punkten erreicht hatte. Tags zuvor erst hatte der deutsche Leitindex den Widerstand bei etwas über 25.550 Zähler überwunden. Auf Wochensicht und auf Monatssicht zeichnet sich ein deutliches Plus zwischen zwei bis drei Prozent ab.
Der MDax gewann 0,9 Prozent auf 32.518 Punkte und auch allgemein an Europas Börsen ging es aufwärts. Der EuroStoxx 50 , Leitindex der Euroregion, stieg um 1,1 Prozent auf 6.417 Punkte.
Aktien-Stratege Mislav Matejka von JPMorgan hob die bisher gut laufende Berichtssaison auf beiden Seiten des Atlantiks positiv hervor. Das Gewinnwachstum sei besser als am Markt erwartet. Alle Sektoren in den USA und fast alle in Europa zeigten ein im Vergleich zum Vorjahresquartal höheres Wachstum beim Ergebnis je Aktie.
Wie in den USA und Asien legten auch hierzulande vor allem Technologieaktien wieder spürbar zu, wobei vor allem auf starke Vorgaben von US-Techgiganten verwiesen wurde. Dort hatten jüngst erst Microsoft und am Vorabend nach Börsenschluss dann auch Amazon mit ihren Quartalsberichten überzeugt.
Hierzulande sprangen Infineon an die Dax-Spitze mit plus 7 Prozent. Im MDax gewannen Aixtron 9,8 Prozent und Siltronic 8,1 Prozent. Der Waferhersteller Siltronic profitierte nach starken Quartalszahlen am Vortag von gleich drei Hochstufungen. So sprachen die Deutsche Bank Research und Kepler Cheuvreux Kaufempfehlungen aus und strichen ihre neutralen Einstufungen. Die Bank of America gab unterdessen ihre negative Einschätzung auf und beurteilt die Aktie nun mit "Neutral".
Siemens Healthineers pendelten nach durchwachsenen Quartalszahlen und geänderten Jahreszielen zwischen Gewinnen und Verlusten hin und her. Zuletzt ging es um 1,4 Prozent nach oben. Der Medizintechnik-Hersteller senkte angesichts der im dritten Quartal schwachen Diagnostik-Sparte zwar das Jahresumsatzziel 2025/26, hob aber zugleich die bereinigte Gewinnprognose je Aktie an. Hier kamen dem Konzern positive Sondereffekte aus US-Steuerrückerstattungen zugute. Analysten wie etwa Susannah Ludwig von Bernstein Research hoben aber vor allem als positiven Aspekt den "sehr starken Auftragsbestand" hervor, der für Zuversicht sorgen sollte.
Hensoldt dagegen gaben trotz starker Auftragslage 2,6 Prozent ab. Der Rüstungselektronikkonzern profitierte von der Aufrüstung der Nato-Staaten. In den ersten sechs Monaten verdoppelte sich der Auftragseingang. JPMorgan-Analyst David Perry schrieb dennoch: Die Aktie sei das "am höchsten bewertete Rüstungsunternehmen in unserem Analyseuniversum". Zwar halte er das Produktportfolio nach wie vor für hervorragend, doch sehe er unter den deutschen von ihm bewerteten Unternehmen woanders mehr Aufwärtspotenzial./ck/jha/
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