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Thu Sep 03 08:17:55 CEST 2026
FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax steuert nach drei Verlusttagen am Donnerstag auf eine Stabilisierung zu. Dank stagnierender Ölpreise signalisierte der X-Dax als außerbörslicher Indikator für den deutschen Leitindex eine Stunde vor Handelsbeginn einen Kursanstieg um knapp 0,2 Prozent auf 25.881 Punkte. Sein Eurozonen-Pendant EuroStoxx 50 wird 0,1 Prozent höher erwartet.
Am vergangenen Freitag hatte der Dax mit 26.618 Punkten noch ein Rekordhoch erreicht. Seither sorgten steigende Ölpreise und hohe Anleihezinsen für Mollstimmung und eine deutliche Korrektur. Mit seinem Vortagstief von 25.727 Punkten drehte der Dax am Mittwoch aber immerhin noch vor der 50-Tage-Linie ab. Sie gilt als Gradmesser für den mittelfristigen Trend.
Dass Donald Trump zuletzt von nur kurzzeitigen Attacken auf den Iran gesprochen habe, sei "genau das, was die Börsen im Moment hören wollen", schrieb Portfoliomanager Thomas Altmann von QC Partners. Für den Moment habe der US-Präsident die Märkte damit beruhigt. "Für eine langfristige Ruhe braucht es aber deutlich mehr", warnte der Experte vor zu hohen Erwartungen. "Die Straße von Hormus ist weiterhin geschlossen. Und von einem dauerhaften Frieden werden die beiden Konfliktparteien auch im Falle eines Endes der Attacken weit entfernt sein."
Im Dax steht die Deutsche Telekom mit dem Einstieg des aktivistischen Investor Elliott im Fokus. Dieser habe einen beträchtlichen Anteil aufgebaut und angedeutet, dass die Bonner ihre Pläne für eine Fusion mit der US-Mobilfunktochter T-Mobile US fallen lassen sollten, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg am Mittwochabend unter Berufung auf Kreise. Stattdessen sollten andere Maßnahmen ergriffen werden, um den Wert des Unternehmens für die Aktionäre zu steigern - etwa über eine deutliche Ausweitung der Aktienrückkäufe. Alle Beteiligten hätten die Angelegenheit nicht kommentieren wollen. Vorbörslich legten die Aktien der Deutschen Telekom zu. Für die Titel von T-Mobile US war es am Mittwoch um 2,8 Prozent bergauf gegangen.
Derweil empfiehlt der Lieferdienst Delivery Hero seinen Aktionären die Annahme des Übernahmeangebots von Uber . Aus Sicht von Vorstand und Aufsichtsrat sei der Angebotspreis von 41,50 Euro je Aktie "angemessen und fair", teilte Delivery Hero am Mittwochabend mit. Der Fahrdienstvermittler und Lieferdienst aus den Vereinigten Staaten hat sich einen Großteil der Delivery-Hero-Anteile bereits gesichert und will sich in einem Milliardendeal auch den Rest einverleiben.
Bei Flatexdegiro sorgte eine Hochstufung für vorbörsliche Kursgewinne. Die US-Bank Morgan Stanley spricht nun eine positive Empfehlung für die Aktien des Online-Brokers aus./gl/stk
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