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Wed Feb 11 12:07:42 CET 2026
FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax hat sich am Mittwoch etwas von der 25.000-Punkte-Marke entfernt. Schon an den beiden Vortagen hatte sich die Tausendermarke als zu hohe Charthürde erwiesen. Anleger begaben sich in Lauerstellung vor dem Jobbericht aus den USA, der am Nachmittag nachgeholt wird.
Gegen Mittag bewegte sich der Dax ein halbes Prozent tiefer bei 24.873 Punkten. Er entfernte sich damit auch wieder von seiner Bestmarke von 25.507 Zählern aus dem Januar. Mit einer solchen war der EuroStoxx , der sich am Mittwoch auch im Minus bewegte, dem deutschen Leitindex am Vortag ein paar Schritte voraus. Für den MDax ging es zur Wochenmitte sogar um fast ein Prozent auf 31.655 Zähler bergab.
"Die US-Arbeitsmarktdaten für den Januar sind so etwas wie die Zahl der Woche für die Börsen", schrieb am Morgen der Marktbeobachter Thomas Altmann von QC Partners. Nach einigen enttäuschenden Berichten werde jetzt eine Stabilisierung auf niedrigem Niveau erwartet. Sollte er sich weiter abschwächen, könne dies "den demnächst scheidenden Fed-Präsidenten Jerome Powell noch einmal unter politischen Druck bringen."
In puncto Unternehmensberichte war in Deutschland einiges los. Aus dem Dax konnte die Commerzbank nach den vortags bereits veröffentlichten Eckdaten nicht damit punkten, dass sich das Finanzinstitut für 2026 mehr als 3,2 Milliarden Euro Gewinn vornimmt. Analysten hatten im Schnitt noch etwas mehr erwartet und so sank der Kurs in einem Umfeld allgemein schwächerer Finanzwerte um 4,7 Prozent.
Dagegen zogen die Kurse von Immobilienwerten an. Vonovia erreichten ein Hoch seit Ende November. Am begehrtesten waren jedoch die Aktien des Energietechnikkonzerns Siemens Energy , die ihre Rekordjagd mit dem Sprung über die Marke von 160 Euro fortsetzten. Laut Lucas Ferhani vom Analysehaus Jefferies lagen die Auftragseingänge, der bereinigte Gewinn und der Zufluss freier Finanzmittel im ersten Geschäftsquartal weit über den Erwartungen.
Wieder bemerkbar machten sich nach einer kurzen Stabilisierung die Sorgen der Anleger, dass die Künstliche Intelligenz gerade in der Internet- und Softwarebranche einige Geschäftsmodelle gefährden könnte. Aktien wie SAP , Scout24 und Zalando gehörten vor diesem Hintergrund wieder zu den größeren Verlierern, genauso wie Redcare Pharmacy und Auto1 im MDax.
Außerdem zeigten Rüstungswerte wie Rheinmetall , Renk oder Hensoldt wieder Schwäche. TKMS konnten sich dieser Abwärtstendenz nicht entziehen, obwohl der Marineschiffbauer seine Umsatzprognose nach oben geschraubt hat. Die Titel des MDax-Mitglieds sanken um drei Prozent.
Gerresheimer schockte die Anleger. Der Kurs brach um 30 Prozent ein. Der Verpackungshersteller verschiebt wegen weiterem Anpassungsbedarf erneut seinen Geschäftsbericht. Laut dem UBS-Experten Olivier Calvet kam eine erneute Gewinnwarnung hinzu und auch der Ausblick auf das neue Jahr liege unter den Erwartungen.
Besseres hatte der Gerresheimer-Konkurrent Schott Pharma zu berichten, dessen Kurs um sieben Prozent anzog, nachdem der Start in das neue Geschäftsjahr die Erwartungen klar übertroffen hatte. Noch deutlicher um neun Prozent stiegen im SDax jedoch die Verbio -Aktien nach einer Kaufempfehlung der Deutschen Bank.
Generell gefragt waren noch Stahlwerte, was sich bei Salzgitter mit 6,6 Prozent Plus zeigte. Die Rally fand statt im Kielwasser des Konkurrenten ArcelorMittal , der von Jefferies mit dem Argument politischer Schutzmaßnahmen zum Kauf empfohlen wurde. Die europäische Stahlbranche werde deutlich höhere Gewinne einfahren als in der Vergangenheit, argumentierte Analyst Cole Hathorn./tih/jha/
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