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Aktien Frankfurt: Schwung der Dax-Erholung lässt nach

Mon Feb 09 12:16:45 CET 2026

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Erholung des Dax hat am Montag im Verlauf leicht an Schwung verloren. Mit positiven Vorgaben der internationalen Börsen im Rücken konnte sich der Dax zwar zunächst bis auf 60 Punkte der 25.000-Punkte-Marke nähern. Gegen Mittag schrumpften die Gewinne mit 24.768 Punkten aber auf 0,19 Prozent.

Für mehr fehlte dem Leitindex der Schwung vor wichtigen Konjunkturdaten, die im Wochenverlauf aus den USA erwartet werden. Laut dem Marktbeobachter Jochen Stanzl von der Consors Bank muss sich erst noch zeigen, ob die am Mittwoch und Freitag erwarteten Arbeitsmarkt- und Inflationsberichte "ausreichen, um den Widerstand bei 25.000 Punkten nach oben zu durchbrechen."

Beim MDax fiel das Plus am späten Vormittag mit 0,40 Prozent auf 31.789 Zähler noch etwas deutlicher aus. Dem Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 reichte ein leichtes Plus immerhin für die Rückkehr über die 6.000-Punkte-Marke.

Während der Dow Jones Industrial am Freitag erstmals über die Marke von 50.000 Punkten gestiegen war und der Tokioter Nikkei-225 nach dem Wahlsieg der Regierungspartei ein Rekordniveau erreichte, wäre beim Dax derzeit noch ein Anstieg um drei Prozent notwendig, um seine Bestmarke von knapp 25.508 Zählern wieder zu erreichen.

Laut den Experten von Index-Radar gab es zuletzt bei Software-Aktien deutliche Anzeichen einer technischen Übertreibung und nun etwas Entlastung, die den SAP -Titeln eine weitere Erholung von ihrem jüngsten Tief seit Anfang 2024 ermöglichte. Eine "belastbare Trendwende" bei den zuvor stark verkauften Branchenwerten sei dies aber nicht. Der am Freitag deutlich erholte US-Tech-Index Nasdaq 100 steuert zu Wochenbeginn gleich wieder auf einen schwächeren Start zu.

In Deutschland setzten die Anleger nach den jüngsten Gewinnmitnahmen wieder auf Rüstungswerte. Rheinmetall stützten den Dax mit einem Anstieg um 1,6 Prozent, während Renk im MDax nach einer Kaufempfehlung von Warburg Research um fast vier Prozent anzogen. Trotz der Gespräche über einen Waffenstillstand in der Ukraine werden Experten nicht müde zu betonen, dass Rücksetzer neue Kaufchancen eröffnen.

Dies unterstrich am Montag Warburg-Experte Christian Cohrs mit Blick auf Renk, die sich zuletzt von ihrem Rekordhoch um bis zu 40 Prozent entfernt hatten, aber vom sich abzeichnenden Superzyklus im Verteidigungsbereich profitieren sollten. Dem Experten zufolge ist die Anlagestory bei dem Panzergetriebe-Hersteller intakt und die operative Entwicklung langfristig gut berechenbar.

Gefragt waren im Dax die Titel von Scout24 , die sich angetrieben von einer Kaufempfehlung der UBS mit 1,4 Prozent von ihrem Tief seit September 2024 erholten. Der Abverkauf der Aktien hatte sich zuletzt verschärft wegen der branchenweit spürbaren Sorgen, dass die Künstliche Intelligenz Geschäftsmodelle stören könnte. Jo Barnet-Lamb schrieb nun, der Immobilien-Portalbetreiber rage mit Blick auf das Thema KI positiv heraus.

Positiv war am Montag noch das Umfeld für europäische Banken, deren Sektorindex von Unicredit mit einem Kurssprung um fast sechs Prozent angeführt wurde. Die Italiener, die eine hohe Beteiligung an der Commerzbank aufgebaut haben, kündigten Milliardenausschüttungen an ihre Aktionäre an. Die Titel der Commerzbank konnten im Gefolge 1,8 Prozent zulegen.

Im Nebenwertebereich setzten die Grenke -Aktien ihre am Freitag begonnene Erholung fort, indem sie nochmals 3,4 Prozent höher gehandelt wurden. Die Privatbank Berenberg setzte die Anteile des Leasingspezialisten neu auf ihre Favoritenliste. Die Jahresbilanz dürfte eine Trendwende einläuten, schrieb Marius Fuhrberg in seinem am Montag veröffentlichten Kommentar. Die Bewertung sei attraktiv.

Weiterhin Schwäche zeigten die Titel von Bechtle , die am Montag mit einem Abschlag von 2,1 Prozent an ihre jüngste Talfahrt anknüpften, die in der Vorwoche ihren Ursprung hatte in Form von enttäuschenden Jahreszielen. Der Kurs des IT-Dienstleisters erreichte sein niedrigstes Niveau seit Mitte November./tih/jha/

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