Nachrichten Detail

Enthaltene Instrumente

Vergleichsportal: Niedrige Zinsen bei Sparkassen im Osten

Thu Oct 15 06:40:37 CEST 2026

MAGDEBURG/HEIDELBERG (dpa-AFX) - Viele regional verankerte Banken zahlen laut einer Auswertung des Vergleichsportals Verivox nur sehr niedrige Zinsen auf dem Tagesgeldkonto. Im Vergleich dazu gibt es laut der Analyse bei überregionalen Banken im Schnitt mehr als dreimal so hohe Tagesgeldzinsen wie etwa bei den Sparkassen, teilte das Vergleichsportal mit. So bietet etwa jede dritte ostdeutsche Sparkasse weniger als 0,25 Prozent Zinsen. Bei überregionalen Banken würden im Schnitt 1,47 Prozent Zinsen angeboten. Die Sparkassen verweisen auf höhere Kosten und eine tiefe Verankerung und entsprechenden Service in der Fläche.

Was kosten mich niedrige Zinsen ganz konkret?

Mehr als viele denken. Wer laut Verivox 10.000 Euro Tagesgeld ein Jahr lang zum Zinssatz von 0,25 Prozent anlegt, streicht dafür insgesamt 25 Euro Zinsen ein. Hätte man das gleiche Geld zum bundesweiten Durchschnittszins überregionaler Banken (1,47 Prozent) angelegt, wären es 147 Euro gewesen. Beim höchsten Zinssatz, den das Vergleichsportal mit 2,75 Prozent bei einer Bank in Hamburg feststellte, wären es sogar 275 Euro gewesen.

Warum ist der Tagesgeldzins bei Sparkassen oft so niedrig?

Sparkassen und regionale Genossenschaftsbanken sind beim Tagesgeld schon seit längerem deutlich zurückhaltender als bundesweit aktive Anbieter. Der ostdeutsche Sparkassenverband verwies auf 1.435 Standorte in Sachsen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern. Kosten für diese Standorte und damit verbundenen regionalen Service hätten bundesweite Direktbanken nicht. Die persönliche Beratung bleibe ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal.

Ist das ein reines Problem ostdeutscher Banken?

Nein, das Vergleichsportal hat bundesweit insgesamt 819 Banken und Sparkassen ausgewertet. In Baden-Württemberg boten demnach zuletzt etwa 40 Prozent der Sparkassen und 34 Prozent der regionalen Genossenschaftsbanken lediglich Zinsen zwischen 0 und 0,25 Prozent, in Bayern war es sogar etwa die Hälfte. Es ist also eher ein Muster, das sich generell bei Sparkassen und Genossenschaftsbanken zeigt.

Warum sind die Unterschiede teilweise so groß?

Neben den höheren Kosten für die regionalen Banken mit ihrem Filialnetz gibt es noch weitere Gründe für die Unterschiede. Bundesweit aktive Banken stehen oft unter einem größeren Konkurrenzdruck. Der intensive Wettbewerb treibe die Tagesgeldzinsen in der Marktspitze immer weiter in die Höhe, erklärt Oliver Maier, Geschäftsführer der Verivox Finanzvergleich GmbH. Dazu kommt: Bei Sparkassen seien die Kunden oft treu. "Sie vertrauen darauf, dass die Sparer ihr Geld auch dann nicht abziehen, wenn sie bei anderen Banken höhere Zinsen bekämen."

Lohnt es sich, die Bank zu wechseln?

Das kommt auf die Anlagensummen an. Bei mehreren Tausend oder sogar Zehntausend Euro auf dem Tagesgeldkonto können ein paar Prozentpunkte mehrere Hundert Euro Zinsen zusätzlich ausmachen. Will man aber mit kleineren Summen flexibel bleiben, sind die Unterschiede nicht so groß. Viele Spitzenzinsen seien zudem oft befristete Aktionsangebote für Neukunden, die teilweise nach einigen Monaten geringer ausfallen würden.

Was kann ich sonst noch mit meinem Geld machen?

Der ostdeutsche Sparkassenverband weist darauf hin, dass das Tagesgeld vor allem das Konto sei für Geld, das jederzeit verfügbar sein müsse. "Wer einen Teil seines Ersparten für einige Monate oder Jahre anlegen kann, für den kommen auch andere Spar- und Anlagemöglichkeiten infrage", erklärt ein Verbandssprecher. Auch das Vergleichsportal weist darauf hin, dass die Unterschiede beim Festgeld deutlich geringer ausfielen. Bundesweit verfügbare Angebote mit 2 Jahren Laufzeit brächten im Schnitt 2,64 Prozent. Die ostdeutschen Sparkassen zahlten durchschnittlich 1,75 Prozent und die regionalen Genossenschaftsbanken 1,89 Prozent Zinsen./sus/DP/zb

Wertentwicklungen (Performances) und Renditechancen werden ohne Berücksichtigung der jeweiligen Produkt-, Dienstleistungskosten und Zuwendungen angezeigt. Diese und deren Auswirkungen auf die Performance und Renditechance des Instruments erhalten Sie kundenindividuell vor Ihrer Transaktion oder im Rahmen Ihrer Beratung bei der HypoVereinsbank.

Alle Angaben ohne Gewähr. Die Informationen auf dieser Seite stellen weder eine Anlageberatung, noch ein verbindliches Angebot dar und dienen ausschließlich der eigenverantwortlichen Information. Insbesondere können sie eine Aufklärung und Beratung durch den Betreuer nicht ersetzen. Die Instrumente sind nur in Grundzügen dargestellt. Ausführliche Informationen enthalten bei Fonds die allein verbindlichen Verkaufsprospekte sowie die Wesentlichen Anlegerinformationen, die aktuellen Jahres- und Halbjahresberichte, bei anderen Instrumenten die allein verbindlichen Basisprospekte einschließlich etwaiger Nachträge bzw. die Endgültigen Bedingungen und bei Finanzinstrumenten, die der PRIIP-Verordnung unterliegen zusätzlich die Basisinformationsblätter. Diese deutschsprachigen Dokumente erhalten Sie bei Fonds in elektronischer Form auf der Detailseite zum Fonds und/oder in Papierform kostenlos über alle HypoVereinsbank Filialen. Bei Finanzinstrumenten, die der PRIIP-Verordnung unterliegen erhalten Sie die deutschsprachigen Basisinformationsblätter in elektronischer und/oder in Papierform kostenlos bei Ihrem Ansprechpartner der HypoVereinsbank. Alle anderen Dokumente können Sie direkt beim Emittenten (Herausgeber) anfordern. Wertpapiere und sonstige Finanzinstrumente unterliegen u.a. Kurs- und Währungsschwankungen, die die Rendite steigern oder reduzieren können. Es kann grundsätzlich zum Verlust des eingesetzten Kapitals kommen. Alle Wertpapiere außer Fonds unterliegen dem Emittentenrisiko und strukturierte Produkte zusätzlich dem Risiko des Basiswertes. Bei Optionsscheinen, Knock out Produkten und Faktorzertifikaten sind starke Kursschwankungen üblich und es besteht ein Totalverlustrisiko.

Die Informationen auf dieser Seite stellen auch keine Finanzanalyse dar. Eine den gesetzlichen Anforderungen entsprechende Unvoreingenommenheit wird daher nicht gewährleistet. Es gibt auch kein Verbot des Handels - wie es vor der Veröffentlichung von Finanzanalysen gilt. Diese Information richtet sich nicht an natürliche oder juristische Personen, die aufgrund ihres Wohn- bzw. Geschäftssitzes einer ausländischen Rechtsordnung unterliegen, die für die Verbreitung derartiger Informationen Beschränkungen vorsieht. Insbesondere enthält diese Information weder ein Angebot noch eine Aufforderung zum Kauf von Wertpapieren an Staatsbürger der USA, Großbritanniens oder der Länder im Europäischen Wirtschaftsraum, in denen die Voraussetzungen für ein derartiges Angebot nicht erfüllt sind.

Factset   Mountain-View
© 2012-2020. UniCredit Bank GmbH (HVB). Bitte beachten Sie die Nutzungsbedingungen.
Design and Implementation by ByteWorx GmbH.
Powered by FactSet Digital Solutions GmbH.
Bereitstellung der Kurs- und Marktinformationen erfolgt durch FactSet Digital Solutions GmbH.
Fondsdaten bereitgestellt von Mountain-View Data GmbH.

Es wird keine Haftung für die Richtigkeit der Angaben übernommen!
Langfristige Wertentwicklungen und Kursschwankungen insbes. zu Finanzinstrumenten, bzw. zu Finanzindizes entnehmen Sie bitte der jeweiligen Detailseite. Bitte beachten Sie: Vergangene Wertentwicklungen sind kein verlässlicher Indikator für eine künftige Wertentwicklung (Performance) und Renditechance. Die Rendite kann in Folge von Währungsschwankungen steigen oder fallen.