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Thu Mar 05 20:01:55 CET 2026
NEW YORK (dpa-AFX) - Nach einer kleinen Erholung zur Wochenmitte haben die US-Börsen am Donnerstag wieder spürbar nachgegeben. Für Verunsicherung sorgen die im Zuge des Iran-Kriegs erneut gestiegenen Ölpreise. Außerdem fielen die wöchentlichen Arbeitsmarktdaten überraschend robust aus. Beides weckt Inflationssorgen und lässt die Renditen am Anleihemarkt steigen.
Der Dow fiel rund zwei Stunden vor dem Börsenschluss um 2,1 Prozent auf 47.723 Punkte. Der marktbreite S&P 500 gab um 1,3 Prozent nach auf 6.782 Punkte. Für den Nasdaq 100 ging es um 1,2 Prozent auf 24.785 Punkte nach unten.
Der noch keine Woche alte Iran-Krieg zieht immer weitere Kreise. So fliegt eine ballistische Rakete Richtung Nato-Land Türkei, Israel greift weiter Hisbollah-Stellungen im Libanon an, in den Golfstaaten gibt es Drohnen-Attacken auf zivile Ziele, und die USA versenken vor Sri Lanka ein Kriegsschiff.
Die Entwicklungen im Krieg der USA und Israels gegen den Iran veranlassen die Händler erneut dazu, Risiken zu begrenzen, nachdem sich die Stimmung am Vortag noch leicht verbessert hatte. Die Spannungen auf den Energiemärkten treten zunehmend in den Vordergrund. So versucht China, Kraftstoff zu sparen, und japanische Raffinerien fordern die Freigabe strategischer Erdölreserven.
Die Straße von Hormus, durch die ein großer Teil des globalen Ölhandels geht, bleibt die Hauptsorge an den Märkten. Der Schiffsverkehr durch diese Wasserstraße ist nahezu zum Erliegen gekommen. Dadurch sind die Öllieferungen aus dem Iran sowie von anderen Produzenten am Persischen Golf unterbrochen und Förderländer gezwungen, ihre Produktion zu drosseln.
Unter den Einzelwerten stand Broadcom mit Zahlen und Aussagen zum weiteren Geschäftsverlauf im Fokus. So stimmen die KI-bezogenen Geschäfte den Halbleiterkonzern für das laufende zweite Geschäftsquartal und darüber hinaus optimistisch. Die Papiere von Broadcom stiegen unter den gefragtesten Werten im Nasdaq 100 um 3,2 Prozent.
Für die Anteilsscheine von The Trade Desk ging es um 19 Prozent nach oben. Das auf die Tech-Branche spezialisierte Online-Medium "The Information" hatte berichtet, dass The Trade Desk Gespräche geführt habe, um das KI-Softwareunternehmen OpenAI beim Verkauf von Anzeigen zu unterstützen.
Kräftig nach oben ging es zudem für Booking und Expedia . "The Information" berichtete, dass OpenAI seine Pläne zur Integration von Direktbuchungen in ChatGPT zurückschraube. Aktien von Online-Reise- und Hotelvermittlern hatten seit den Neuigkeiten, dass der KI-Chatbot Buchungen in sein System integrieren wolle, kräftig nachgegeben. Booking gewannen im Nasdaq 7,4 Prozent und Expedia sprangen um 11,1 Prozent hoch./ck/jha/
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