Nachrichten Detail
Mon Apr 20 21:54:22 CEST 2026
WIEN/INGOLSTADT (dpa-AFX) - Nach dem Fund von vergifteter Babynahrung spricht der Hersteller Hipp nun selbst von einer Erpressung und gibt Details bekannt. "Hipp ist Opfer einer Erpressung", teilte das Unternehmen im oberbayerischen Pfaffenhofen an der Ilm mit. "Der Erpresser hat uns eine Nachricht an ein unpersonalisiertes Sammelpostfach geschickt, welches im Rahmen unserer Standardprozesse in größeren zeitlichen Abständen gesichtet wird." Zuvor hatte die Polizei erklärt, wegen versuchter Erpressung zu ermitteln.
Am Wochenende war ein mit Rattengift verseuchtes Glas "Karotten mit Kartoffeln" 190 Gramm der Firma Hipp im Burgenland sichergestellt worden. Zumindest zwei Gläser sollen aber in dieser Region in Umlauf gebracht worden sein - eines wird nun noch unter Hochdruck gesucht.
Das Unternehmen teilte weiter auf seiner Homepage mit: "Unmittelbar nach Kenntnisnahme haben wir sofort die zuständige Polizei und Behörden informiert und einen internen Krisenstab eingerichtet."
Fünf manipulierte Gläser gefunden
Nach Angaben des Polizeipräsidiums Oberbayern Nord in Ingolstadt, wo bei der Kripo die Ermittlungen wegen versuchter Erpressung laufen, wurden in Österreich sowie in Tschechien und der Slowakei insgesamt fünf manipulierte Babynahrungsgläser entdeckt. In Deutschland wurden keine vergifteten Gläser gefunden. Bei der Kripo sei eine Ermittlungsgruppe namens "Glas" eingerichtet worden. Was der mutmaßliche Erpresser fordert, teilten weder Polizei noch das Unternehmen mit.
Die Polizei in Österreich weitete unterdessen die Suche nach dem möglicherweise vergifteten Glas mit Babynahrung aus. "Wir setzen alle Hebel in Bewegung und haben nun auch Kontakt zu Kindergärten und Pflegeeinrichtungen aufgenommen", sagte eine Sprecherin der Polizei im Bundesland Burgenland.
E-Mail am 16. April
Laut Polizei in Ingolstadt war die Erpresser-E-Mail am 16. April bekanntgeworden. Danach seien sofort alle nötigen Maßnahmen im In- und Ausland getroffen worden, hieß es bei der Polizei. "Wir haben umgehend Maßnahmen ergriffen, um unsere Verbraucherinnen und Verbraucher zu schützen", unterstrich auch Hipp. "Wir stehen in enger und ständiger Abstimmung und Kooperation mit den Behörden. Dies gilt auch für unsere Kommunikation."
"Kriminelle Manipulation"
Der Vorfall stehe in keinem Zusammenhang mit der Produktqualität, betonte Hipp am Montag. "Es handelt sich um eine kriminelle externe Manipulation außerhalb unseres Einflussbereiches in den genannten drei Märkten. Wir haben keine Kenntnis von weiteren Manipulationen."
Die österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (Ages) hatte am Samstag von einem mutmaßlichen Erpressungsversuch geschrieben. Sie strich diesen Hinweis später aus ihrer Pressemitteilung.
Gutachten soll Dosis von Rattengift bestimmen
Die Staatsanwaltschaft in Österreich ermittelt nach eigenen Aussagen wegen "vorsätzlicher Gemeingefährdung". Laut einem vorläufigen toxikologischen Gutachten sei Rattengift im sichergestellten Glas festgestellt worden. Nun erfolge eine genauere Untersuchung. Dabei werde es um die Dosis gehen und wie gefährlich das Rattengift beim Verzehr gewesen wäre, so eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Burgenland.
Laut Polizei wären manipulierte Gläser an einem beschädigten Deckel oder am Fehlen des Plopp-Lautes beim Öffnen zu erkennen. Zudem sollen die manipulierten Gläser einen weißen Aufkleber mit rotem Ring am Glasboden haben.
Bei Auffälligkeiten an den Babykost-Gläschen sollte der Inhalt nicht verzehrt und umgehend die Polizei verständigt werden, hieß es. Insbesondere sei beim Öffnen des Glases auf das sogenannte Knack-Geräusch zu achten. Sollte dieses fehlen, könne eine Beschädigung oder Manipulation vorliegen, warnten die Ermittler.
Auch Tschechien und Slowakei betroffen
Produkte und Vertriebswege in Deutschland oder anderen europäischen Ländern, die nicht Bestandteil der Ermittlungen sind, seien nicht betroffen, sagte am Wochenende Hipp-Sprecher Clemens Preysing der Deutschen Presse-Agentur.
Er bestätigte, dass außer in Österreich mit Rattengift verseuchte manipulierte Gläschen auch in Tschechien und der Slowakei aufgetaucht seien. Die Handelspartner in Tschechien und der Slowakei hätten vorsorglich alle Hipp-Gläschen aus dem Verkauf genommen, sagte der Hipp-Sprecher.
Mehrfach waren in der Vergangenheit namhafte Unternehmen Ziel von Erpressungsversuchen mit vergifteten Lebensmitteln geworden. Nicht zum ersten Mal ist Babynahrung das Ziel./sd/DP/he
Wertentwicklungen (Performances) und Renditechancen werden ohne Berücksichtigung der jeweiligen Produkt-, Dienstleistungskosten und Zuwendungen angezeigt. Diese und deren Auswirkungen auf die Performance und Renditechance des Instruments erhalten Sie kundenindividuell vor Ihrer Transaktion oder im Rahmen Ihrer Beratung bei der HypoVereinsbank.
Alle Angaben ohne Gewähr. Die Informationen auf dieser Seite stellen weder eine Anlageberatung, noch ein verbindliches Angebot dar und dienen ausschließlich der eigenverantwortlichen Information. Insbesondere können sie eine Aufklärung und Beratung durch den Betreuer nicht ersetzen. Die Instrumente sind nur in Grundzügen dargestellt. Ausführliche Informationen enthalten bei Fonds die allein verbindlichen Verkaufsprospekte sowie die Wesentlichen Anlegerinformationen, die aktuellen Jahres- und Halbjahresberichte, bei anderen Instrumenten die allein verbindlichen Basisprospekte einschließlich etwaiger Nachträge bzw. die Endgültigen Bedingungen und bei Finanzinstrumenten, die der PRIIP-Verordnung unterliegen zusätzlich die Basisinformationsblätter. Diese deutschsprachigen Dokumente erhalten Sie bei Fonds in elektronischer Form auf der Detailseite zum Fonds und/oder in Papierform kostenlos über alle HypoVereinsbank Filialen. Bei Finanzinstrumenten, die der PRIIP-Verordnung unterliegen erhalten Sie die deutschsprachigen Basisinformationsblätter in elektronischer und/oder in Papierform kostenlos bei Ihrem Ansprechpartner der HypoVereinsbank. Alle anderen Dokumente können Sie direkt beim Emittenten (Herausgeber) anfordern. Wertpapiere und sonstige Finanzinstrumente unterliegen u.a. Kurs- und Währungsschwankungen, die die Rendite steigern oder reduzieren können. Es kann grundsätzlich zum Verlust des eingesetzten Kapitals kommen. Alle Wertpapiere außer Fonds unterliegen dem Emittentenrisiko und strukturierte Produkte zusätzlich dem Risiko des Basiswertes. Bei Optionsscheinen, Knock out Produkten und Faktorzertifikaten sind starke Kursschwankungen üblich und es besteht ein Totalverlustrisiko.
Die Informationen auf dieser Seite stellen auch keine Finanzanalyse dar. Eine den gesetzlichen Anforderungen entsprechende Unvoreingenommenheit wird daher nicht gewährleistet. Es gibt auch kein Verbot des Handels - wie es vor der Veröffentlichung von Finanzanalysen gilt. Diese Information richtet sich nicht an natürliche oder juristische Personen, die aufgrund ihres Wohn- bzw. Geschäftssitzes einer ausländischen Rechtsordnung unterliegen, die für die Verbreitung derartiger Informationen Beschränkungen vorsieht. Insbesondere enthält diese Information weder ein Angebot noch eine Aufforderung zum Kauf von Wertpapieren an Staatsbürger der USA, Großbritanniens oder der Länder im Europäischen Wirtschaftsraum, in denen die Voraussetzungen für ein derartiges Angebot nicht erfüllt sind.

© 2012-2020. UniCredit Bank GmbH (HVB). Bitte beachten Sie die Nutzungsbedingungen.
Design and Implementation by ByteWorx GmbH.
Powered by FactSet Digital Solutions GmbH.
Bereitstellung der Kurs- und Marktinformationen erfolgt durch FactSet Digital Solutions GmbH.
Fondsdaten bereitgestellt von Mountain-View Data GmbH.
Es wird keine Haftung für die Richtigkeit der Angaben übernommen!
