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Thu Apr 16 18:29:56 CEST 2026
FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax hat sich auch am Donnerstag stabil gezeigt. Anleger hoffen weiterhin auf eine neue Verhandlungsrunde zwischen den USA und dem Iran. Außerdem stützte der Rekordlauf in Japan und an den US-Börsen die Stimmung.
Nachdem der deutsche Leitindex am Dienstag die Marke von 24.000 Punkten zurückerobert hatte, beendete er den Tag mit plus 0,36 Prozent auf 24.154,47 Zählern. Dabei gelang es ihm auch, die viel beachte 200-Tage-Durchschnittslinie zu überwinden, die den längerfristigen Trend signalisiert. Für den MDax , den Index der mittelgroßen Börsenunternehmen, ging es um 0,17 Prozent auf 30.938,35 Punkte hoch.
"Während der Dax noch zögert, lässt wachsender Optimismus im Irankonflikt weltweite Aktien neue Rekordkurse erklimmen", kommentierte Marktanalyst Jochen Stanzl von der Consorsbank und sprach von einem typischen Börsengeschehen. Die Haltung der Anleger wandele sich von Angst in eine neutrale Haltung bis hin zu Gier. "Im Moment kaufen viele, um erst später Fragen zu stellen." Denn noch gibt es weder Fortschritte in den Verhandlungen noch irgendwelche greifbaren Ergebnisse. Die Ölpreise steigen zudem wieder leicht, wobei ein Fass der Sorte Brent aber immer noch etwas weniger als 100 US-Dollar kostet.
Europaweit zeigten sich die wichtigsten Börsen ähnlich wie hierzulande nahe an ihren Vortagsständen. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 verlor 0,12 Prozent auf 5.933,28 Punkte und auch in der Schweiz ging es leicht abwärts, während die Londoner Börse moderat zulegte. In den USA kamen Nasdaq und S&P 500 nach Rekorden wieder etwas zurück. Der bekannteste Wall-Street-Index Dow Jones Industrial zeigte sich zum europäischen Börsenschluss fast unverändert.
Im Dax war die Brenntag -Aktie mit plus 4,1 Prozent bester Wert. Sie erhielt von einem positiven Kommentar der US-Bank Goldman Sachs Auftrieb. Analystin Suhasini Varanasi hob das Kursziel an und bekräftigte ihre Kaufempfehlung, da sie weiter davon ausgeht, dass der Chemiehändler vom aktuell schwierigen Umfeld profitieren wird. Dagegen büßten Mercedes am Index-Ende 2,0 Prozent ein. Goldman und Kepler Cheuvreux hatten ihr Kursziel für das Papier des Autobauers gesenkt.
Aixtron gaben im MDax nach dem 20-prozentigen Kurssprung am Vortag um 3,4 Prozent nach. Der Chipindustrie-Ausrüster hatte am Mittwoch seine Jahresziele höher gesteckt und nach Xetra-Schluss die Ausgabe von Wandelanleihen angekündigt.
Klare Kursgewinne bei DocMorris aus der Schweiz nach einem erfreulichen Jahresauftakt wirkten sich auch positiv auf die Aktie des Branchenkollegen Redcare Pharmacy aus: Das Papier der Online-Apotheke gewann an der MDax-Spitze 9,5 Prozent.
Streiks bei Lufthansa belasteten die Aktie der Fluggesellschaft und die des Flughafenbetreibers Fraport . Letztere verlor als MDax-Schlusslicht 3,6 Prozent, Lufthansa rutschten davor um 3,4 Prozent ab.
Im Nebenwerte-Index SDax gab der Anteilsschein von Heidelberger Druck nach einer zweitägigen von Rüstungsfantasie getriebenen Rally mit minus 11,2 Prozent den Großteil der Gewinne wieder ab. Der Druckmaschinenhersteller blieb laut vorläufigen Zahlen im abgelaufenen Geschäftsjahr mit der bereinigten operativen Marge hinter der eigenen Zielsetzung zurück.
Die schwer gebeutelte Gerresheimer -Aktie erholte sich etwas mit plus 19,4 Prozent. Die Kreditgeber des Verpackungsspezialisten stimmten einer Fristverlängerung zur Vorlage des testierten Jahres- und Konzernabschlusses 2025 zu. Dessen wiederholte Verschiebung hatte das Unternehmen vor einer Woche den Platz im SDax gekostet./ck/he
--- Von Claudia Müller, dpa-AFX ---
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