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Tue Mar 31 18:02:19 CEST 2026
FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Gewinne am deutschen Aktienmarkt seit Wochenbeginn können den für Anleger düsteren Monat März kaum aufhellen. Zwar ging der Dax am Dienstag nach Spekulationen über ein baldiges Kriegsende in Nahost mit einem Plus von 0,52 Prozent auf 22.680,04 Punkten aus dem letzten Handelstag des Monats und baute damit sein Erholungsplus vom Montag etwas aus. Doch seit Beginn des Iran-Kriegs Ende Februar hat der deutsche Leitindex dennoch letztlich etwas mehr als 10 Prozent eingebüßt, was der größte Verlust seit Juni 2022 ist. Für das erste Quartal steht ein Minus von 7,4 Prozent zu Buche.
"Der Dax atmet kurz auf, mehr ist es noch nicht", resümierte Chefmarktanalyst Jochen Stanzl von der Consorsbank. Er glaubt noch nicht so recht an eine Bodenbildung im Leitindex - ebenso wenig wie an ein schnelles Ende des Irankriegs.
Der MDax mit den mittelgroßen Werten stieg am Dienstag um 1,26 Prozent auf 28.150,78 Zähler, hat im März aber insgesamt knapp 11 Prozent verloren. Europaweit sah es nicht allzu viel anders aus. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx beendete den letzten Tag des Monats mit einem Plus von 0,50 Prozent auf 5.569,73 Punkte. Außerhalb der Euroregion legten auch die Börsen in London und Zürich zu. Doch allesamt schauen für März auf herbe Verluste zurück.
In den USA ging es am Dienstag zum Handelsschluss in Europa für Dow Jones Industrial und Nasdaq 100 etwas deutlicher nach oben. Die Verluste im Monatsverlauf werden obendrein vergleichsweise geringer ausfallen, denn die USA sind weitaus weniger auf die Öl- und Gastransporte aus Nahost angewiesen als europäische Länder.
Positive Impulse lieferte zuletzt das "Wall Street Journal". Wie die Wirtschaftszeitung berichtet, soll US-Präsident Donald Trump seinen Beratern mitgeteilt haben, er sei bereit, den Militäreinsatz im Iran zu beenden. Und das, selbst wenn die strategisch wichtige Straße von Hormus weiterhin weitgehend gesperrt bleibe.
Ungeachtet dessen setzte der Iran den Beschuss benachbarter Golfstaaten mit ballistischen Raketen und Drohnen fort. Vor der Küste von Dubai wurde obendrein ein kuwaitischer Öltanker getroffen. Der Brent-Ölpreis - derzeit ein wichtiger Gradmesser für die Konjunktur- und Inflationssorgen - zeigte sich weiter auf hohem Niveau über 100 US-Dollar. Die Auswirkungen auf die Inflation in der Eurozone sind bereits sichtbar geworden, wie der Anstieg der Verbraucherpreise im März zeigt.
Unter den schwächsten Werten im Dax verloren BASF 1,1 Prozent. Am Montag waren sie noch auf den höchsten Stand seit Mitte März 2025 gestiegen. Nun stufte Kepler Cheuvreux das Papier auf "Neutral" ab. Analyst Christian Faitz sprach von einem zuletzt übertriebenen "Hype" der Aktie wegen der Situation in Nahost.
Im MDax stach das Papier der Online-Apotheke Redcare Pharmacy mit plus 12 Prozent hervor und knüpfte an die schwungvolle Erholung vom Vortag an. Am Markt wurde auf Eindeckungen von Leerverkäufen zum Quartalsende hin verwiesen. Das Bankhaus Metzler begründete die Erholung zudem mit Reformvorschlägen für das deutsche Krankenkassen-System.
Die Titel von Energiekontor gewannen nach vorgelegten Zahlen für 2025 und Zielen für das neue Jahr an der SDax -Spitze 8,1 Prozent. Südzucker setzten auf Platz zwei ihre Kursrally fort und legten um 7,1 Prozent zu. Am Montag waren sie wegen steigender Preise bereits um mehr als 15 Prozent nach oben gesprungen. Nun stützte die Hochstufung der Papiere durch die britische Bank Barclays gleich um zwei Schritte auf "Overweight".
Dermapharm gaben nach einer Dividendenkürzung des Arzneimittelherstellers um 3,6 Prozent nach. Seit Anfang Februar war die Aktie allerdings um bis zu 30 Prozent gestiegen und hatte in der vergangenen Woche den höchsten Stand seit September 2023 erreicht./ck/he
--- Von Claudia Müller, dpa-AFX ---
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