Nachrichten Detail
Thu Nov 05 05:52:26 CET 2026
FRANKFURT (dpa-AFX) - Deutsche Unternehmen stehen bei ausländischen Käufern als Übernahmeziel so hoch im Kurs wie lange nicht mehr. Im Zeitraum vom dritten Quartal 2025 bis zum zweiten Quartal 2026 habe sich das Volumen grenzüberschreitender Übernahmen deutscher Firmen mehr als verdoppelt, zeigt eine Analyse der Beratungsgesellschaft KPMG - um 134 Prozent auf fast 129 Milliarden Dollar.
Zugleich sei die Zahl solcher Transaktionen von 897 auf 926 geklettert. Dabei wurden 18 Deals mit einem Volumen von mehr als einer Milliarde Dollar angekündigt, so die Studie, die auf Zahlen des Finanzdaten-Konzerns LSEG basiert. Besonders US-Investoren seien hierzulande aktiv; sie standen demnach allein hinter zehn Milliardendeals. Deutsche Firmen stünden bei vielen US-Investoren "ganz oben auf der Einkaufsliste".
"Deutschland im Fokus ausländischer Investoren"
"Die nächste Welle der Künstlichen Intelligenz entscheidet sich nicht allein in den großen Technologiezentren dieser Welt", erklärt KPMG-Experte Michael Buhl. Auch Deutschland rücke in den Fokus ausländischer Investoren. "Denn viele deutsche Unternehmen vereinen technologische Kompetenz, industrielle Exzellenz und hochwertige Daten." Rückenwind gäben zudem die relativ attraktiven Bewertungen deutscher Firmen und die Aussicht auf Milliarden-Staatsausgaben für Infrastruktur und Verteidigung. Ein vergleichbar starkes Interesse von US-Käufern an deutschen Firmen habe es zuletzt 2007 im Zuge der Privatisierung der Kabelnetze gegeben.
US-Investoren schlagen immer wieder in Deutschland zu. Der baden-württembergische Ventilatorenspezialist EBM-Papst etwa geht für rund 4,8 Milliarden Euro an den US-Konzern Madison Air. BASF Coatings, das Lackgeschäft des Ludwigshafener Chemierkonzerns , wurde vom US-Investor Carlyle mehrheitlich übernommen. Zudem vereinbarte der Finanzinvestor Bain Capital die Mehrheitsübernahme des Augsburger Schiffs- und Kraftwerksmotorenbauers Everllence. Und die nordhessische Viessmann-Gruppe verkaufte ihr Wärmepumpen-Geschäft an den US-Konzern Carrier.
Profitieren deutsche Firmen von Übernahmen?
KPMG-Experte Buhl sieht das starke ausländische Interesse nicht als Ausverkauf, sondern als Beschleuniger des Strukturwandels. So könne etwa der Berliner Lieferdienst Delivery Hero durch die Übernahme durch den Fahrvermittler Uber Zugang zu dessen Plattform erhalten. Und bei Ebm-Papst eröffne ein Verkauf den Zugang zum US- und Datencenter-Markt.
Zugleich investieren auch deutsche Unternehmen stärker im Ausland, zeigt die KPMG-Studie. Die Zahl der Auslandsübernahmen stieg im Betrachtungszeitraum von 593 auf 622, das Volumen wuchs um 15 Prozent auf 42,9 Milliarden Dollar.
KPMG erwartet eine kräftige Zunahme bei Fusionen und Übernahmen (M&A) in Deutschland. Inlandsdeals sollten geschätzt bis 2028 um 22 Prozent auf rund 1.300 Transaktionen steigen, die Übernahmen deutscher Firmen durch ausländische Käufer um 13 Prozent auf 1.039 Deals. Treiber sei der Umbruch durch Künstliche Intelligenz (KI), der viele Geschäftsmodelle umwälze./als/DP/zb
Wertentwicklungen (Performances) und Renditechancen werden ohne Berücksichtigung der jeweiligen Produkt-, Dienstleistungskosten und Zuwendungen angezeigt. Diese und deren Auswirkungen auf die Performance und Renditechance des Instruments erhalten Sie kundenindividuell vor Ihrer Transaktion oder im Rahmen Ihrer Beratung bei der HypoVereinsbank.
Alle Angaben ohne Gewähr. Die Informationen auf dieser Seite stellen weder eine Anlageberatung, noch ein verbindliches Angebot dar und dienen ausschließlich der eigenverantwortlichen Information. Insbesondere können sie eine Aufklärung und Beratung durch den Betreuer nicht ersetzen. Die Instrumente sind nur in Grundzügen dargestellt. Ausführliche Informationen enthalten bei Fonds die allein verbindlichen Verkaufsprospekte sowie die Wesentlichen Anlegerinformationen, die aktuellen Jahres- und Halbjahresberichte, bei anderen Instrumenten die allein verbindlichen Basisprospekte einschließlich etwaiger Nachträge bzw. die Endgültigen Bedingungen und bei Finanzinstrumenten, die der PRIIP-Verordnung unterliegen zusätzlich die Basisinformationsblätter. Diese deutschsprachigen Dokumente erhalten Sie bei Fonds in elektronischer Form auf der Detailseite zum Fonds und/oder in Papierform kostenlos über alle HypoVereinsbank Filialen. Bei Finanzinstrumenten, die der PRIIP-Verordnung unterliegen erhalten Sie die deutschsprachigen Basisinformationsblätter in elektronischer und/oder in Papierform kostenlos bei Ihrem Ansprechpartner der HypoVereinsbank. Alle anderen Dokumente können Sie direkt beim Emittenten (Herausgeber) anfordern. Wertpapiere und sonstige Finanzinstrumente unterliegen u.a. Kurs- und Währungsschwankungen, die die Rendite steigern oder reduzieren können. Es kann grundsätzlich zum Verlust des eingesetzten Kapitals kommen. Alle Wertpapiere außer Fonds unterliegen dem Emittentenrisiko und strukturierte Produkte zusätzlich dem Risiko des Basiswertes. Bei Optionsscheinen, Knock out Produkten und Faktorzertifikaten sind starke Kursschwankungen üblich und es besteht ein Totalverlustrisiko.
Die Informationen auf dieser Seite stellen auch keine Finanzanalyse dar. Eine den gesetzlichen Anforderungen entsprechende Unvoreingenommenheit wird daher nicht gewährleistet. Es gibt auch kein Verbot des Handels - wie es vor der Veröffentlichung von Finanzanalysen gilt. Diese Information richtet sich nicht an natürliche oder juristische Personen, die aufgrund ihres Wohn- bzw. Geschäftssitzes einer ausländischen Rechtsordnung unterliegen, die für die Verbreitung derartiger Informationen Beschränkungen vorsieht. Insbesondere enthält diese Information weder ein Angebot noch eine Aufforderung zum Kauf von Wertpapieren an Staatsbürger der USA, Großbritanniens oder der Länder im Europäischen Wirtschaftsraum, in denen die Voraussetzungen für ein derartiges Angebot nicht erfüllt sind.

© 2012-2020. UniCredit Bank GmbH (HVB). Bitte beachten Sie die Nutzungsbedingungen.
Design and Implementation by ByteWorx GmbH.
Powered by FactSet Digital Solutions GmbH.
Bereitstellung der Kurs- und Marktinformationen erfolgt durch FactSet Digital Solutions GmbH.
Fondsdaten bereitgestellt von Mountain-View Data GmbH.
Es wird keine Haftung für die Richtigkeit der Angaben übernommen!
