Nachrichten Detail

Enthaltene Instrumente

ROUNDUP: Teure Energie: Iran-Krieg treibt Inflation auf 2,9 Prozent

Wed Apr 29 14:22:23 CEST 2026

WIESBADEN (dpa-AFX) - Der Ölpreisschock infolge des Iran-Kriegs hat die Inflationsrate in Deutschland Richtung Drei-Prozent-Marke getrieben. Waren und Dienstleistungen waren im April 2,9 Prozent teurer als ein Jahr zuvor, wie das Statistische Bundesamt auf Basis vorläufiger Daten errechnet hat. So hoch war die Inflation zuletzt im Januar 2024, über drei Prozent lag die Rate zuletzt im Dezember 2023 mit 3,7 Prozent.

Der Krieg im Nahen Osten hat Energie hierzulande kräftig verteuert. Haushaltsenergie und Sprit kosteten im April satte 10,1 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Schon im März hatte sich Energie in Deutschland erstmals seit Dezember 2023 verteuert und das rasant um 7,2 Prozent, die Inflation zog insgesamt auf 2,7 Prozent an. Von März auf April des laufenden Jahres zogen die Verbraucherpreise nach Angaben der Statistiker insgesamt um 0,6 Prozent an.

"Im April ist die Inflation nur wegen höherer Energiepreise gestiegen", ordnete Commerzbank -Chefvolkswirt Jörg Krämer ein. "Aber Umfragen zeigen, dass die Unternehmen rasch auf die Verteuerung der Energie reagieren und bald auch die Preise für andere Waren und Dienstleistungen deutlich anheben werden."

Nahrungsmittelpreise ziehen an

Weil teure Energie Produktions- und Transportkosten von Unternehmen steigen lässt, ist die Sorge groß, dass die Preise für Lebensmittel, Restaurantbesuche und Dienstleistungen weiter anziehen werden.

Im April beschleunigte sich der Preisauftrieb bei Nahrungsmitteln etwas auf 1,2 Prozent. Im März hatte das Plus bei Lebensmitteln noch 0,9 Prozent betragen.

Dienstleistungen wie Restaurantbesuche, die über viele Monate die größten Preistreiber waren, verteuerten sich im April zum Vorjahresmonat um 2,8 Prozent und damit etwas weniger als in den Monaten zuvor. Nach Einschätzung von Volkswirten dürften dazu Preiserhöhungen bei Flugtickets und Pauschalreisen maßgeblich beigetragen haben.

Viele Menschen schränken sich wegen hoher Preise ein

Je höher die Inflationsrate, umso weniger können sich Verbraucher für einen Euro leisten. In Umfragen sagen schon jetzt viele Menschen, dass sie kaum die laufenden Kosten für das tägliche Leben aufbringen können und Rücklagen aufgebraucht seien.

In einer Forsa-Umfrage im Auftrag von RTL/ntv gaben 58 Prozent der Befragten an, sie hätten sich zuletzt im Alltag eingeschränkt. Besonders häufig sparen demnach Jüngere unter 30 Jahren sowie Menschen mit geringerem Einkommen. In der repräsentativen Umfrage wurden 1.005 Menschen am 24. und 27. April 2026 befragt.

Was bringt der "Tankrabatt"?

Für etwas Entlastung versucht die Bundesregierung zu sorgen: Die Steuern auf Diesel und Benzin werden vom 1. Mai bis 30. Juni um rund 17 Cent brutto pro Liter gesenkt. Die Mineralölwirtschaft hat angekündigt, dies an die Autofahrer weiterzugeben - manche bezweifeln das. Ökonomen glauben nicht, dass dieser "Tankrabatt" die Spritpreise nachhaltig senken wird. Zudem kommt er nur denjenigen zugute, die ein Fahrzeug mit Verbrennermotor fahren.

Volkswirte erwarten deutlich steigende Inflationsrate 2026

Noch vor dem Iran-Krieg rechneten Volkswirte damit, dass die Inflationsrate in Deutschland dieses Jahr knapp über der Zwei-Prozent-Marke landen wird - ähnlich wie 2024 und 2025 mit je 2,2 Prozent. Doch diese Prognosen sind längst Makulatur. Inzwischen erwarten führende Wirtschaftsforschungsinstitute, dass die Teuerungsrate im laufenden Jahr auf durchschnittlich 2,8 Prozent und 2027 auf 2,9 Prozent steigen wird.

Das wäre zwar noch weit unter dem Rekord für das wiedervereinigte Deutschland von 6,9 Prozent Inflation während des Ukraine-Krieges 2022. Doch auch die damaligen Preissteigerungen wirken bis heute nach, denn viele Waren haben sich dauerhaft verteuert./ben/als/DP/jha

Wertentwicklungen (Performances) und Renditechancen werden ohne Berücksichtigung der jeweiligen Produkt-, Dienstleistungskosten und Zuwendungen angezeigt. Diese und deren Auswirkungen auf die Performance und Renditechance des Instruments erhalten Sie kundenindividuell vor Ihrer Transaktion oder im Rahmen Ihrer Beratung bei der HypoVereinsbank.

Alle Angaben ohne Gewähr. Die Informationen auf dieser Seite stellen weder eine Anlageberatung, noch ein verbindliches Angebot dar und dienen ausschließlich der eigenverantwortlichen Information. Insbesondere können sie eine Aufklärung und Beratung durch den Betreuer nicht ersetzen. Die Instrumente sind nur in Grundzügen dargestellt. Ausführliche Informationen enthalten bei Fonds die allein verbindlichen Verkaufsprospekte sowie die Wesentlichen Anlegerinformationen, die aktuellen Jahres- und Halbjahresberichte, bei anderen Instrumenten die allein verbindlichen Basisprospekte einschließlich etwaiger Nachträge bzw. die Endgültigen Bedingungen und bei Finanzinstrumenten, die der PRIIP-Verordnung unterliegen zusätzlich die Basisinformationsblätter. Diese deutschsprachigen Dokumente erhalten Sie bei Fonds in elektronischer Form auf der Detailseite zum Fonds und/oder in Papierform kostenlos über alle HypoVereinsbank Filialen. Bei Finanzinstrumenten, die der PRIIP-Verordnung unterliegen erhalten Sie die deutschsprachigen Basisinformationsblätter in elektronischer und/oder in Papierform kostenlos bei Ihrem Ansprechpartner der HypoVereinsbank. Alle anderen Dokumente können Sie direkt beim Emittenten (Herausgeber) anfordern. Wertpapiere und sonstige Finanzinstrumente unterliegen u.a. Kurs- und Währungsschwankungen, die die Rendite steigern oder reduzieren können. Es kann grundsätzlich zum Verlust des eingesetzten Kapitals kommen. Alle Wertpapiere außer Fonds unterliegen dem Emittentenrisiko und strukturierte Produkte zusätzlich dem Risiko des Basiswertes. Bei Optionsscheinen, Knock out Produkten und Faktorzertifikaten sind starke Kursschwankungen üblich und es besteht ein Totalverlustrisiko.

Die Informationen auf dieser Seite stellen auch keine Finanzanalyse dar. Eine den gesetzlichen Anforderungen entsprechende Unvoreingenommenheit wird daher nicht gewährleistet. Es gibt auch kein Verbot des Handels - wie es vor der Veröffentlichung von Finanzanalysen gilt. Diese Information richtet sich nicht an natürliche oder juristische Personen, die aufgrund ihres Wohn- bzw. Geschäftssitzes einer ausländischen Rechtsordnung unterliegen, die für die Verbreitung derartiger Informationen Beschränkungen vorsieht. Insbesondere enthält diese Information weder ein Angebot noch eine Aufforderung zum Kauf von Wertpapieren an Staatsbürger der USA, Großbritanniens oder der Länder im Europäischen Wirtschaftsraum, in denen die Voraussetzungen für ein derartiges Angebot nicht erfüllt sind.

Factset   Mountain-View
© 2012-2020. UniCredit Bank GmbH (HVB). Bitte beachten Sie die Nutzungsbedingungen.
Design and Implementation by ByteWorx GmbH.
Powered by FactSet Digital Solutions GmbH.
Bereitstellung der Kurs- und Marktinformationen erfolgt durch FactSet Digital Solutions GmbH.
Fondsdaten bereitgestellt von Mountain-View Data GmbH.

Es wird keine Haftung für die Richtigkeit der Angaben übernommen!
Langfristige Wertentwicklungen und Kursschwankungen insbes. zu Finanzinstrumenten, bzw. zu Finanzindizes entnehmen Sie bitte der jeweiligen Detailseite. Bitte beachten Sie: Vergangene Wertentwicklungen sind kein verlässlicher Indikator für eine künftige Wertentwicklung (Performance) und Renditechance. Die Rendite kann in Folge von Währungsschwankungen steigen oder fallen.