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Fri Feb 13 09:45:02 CET 2026
FRANKFURT (dpa-AFX) - Beim Dax müssen die Anleger am Freitag weiter von unten auf die 25.000-Punkte-Marke schauen. Sie konnten sich im frühen Handel nicht für eine klare Tendenz entscheiden und so blieb der Leitindex auf Abstand zur Tausendermarke, nachdem der Sprung über diese am Vortag erneut gescheitert war. Zu Wochenschluss dürfte nun viel daran liegen, was die am Nachmittag anstehenden Inflationszahlen aus den USA mit sich bringen.
In der ersten halben Handelsstunde wechselten sich die Vorzeichen für den Dax bei insgesamt wenig Bewegung munter ab. Nach einer Spitze bei fast 24.900 Punkten stand zuletzt mit 24.834 Zählern ein Abschlag von 0,1 Prozent auf der Kurstafel. Der Leitindex steuert damit aber noch auf ein Wochenplus von einem halben Prozent zu. Der MDax mit den mittelgroßen deutschen Werten lag am Freitag mit 31.104 Zählern noch knapper im Minus. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 gab nach seiner jüngsten Rekordjagd um 0,2 Prozent nach.
Laut der Helaba würde aus technischer Sicht erst ein nachhaltiger Dax-Anstieg über die 25.000 Punkte den Weg zur Bestmarke von knapp 25.508 Punkten frei machen. Im Wochenverlauf hat sich der Leitindex bislang jeden Tag vergeblich daran versucht. Auch am Vortag hatte das Hoch seit Mitte Januar nicht lange gewährt, da die Gewinne nach dem US-Handelsstart wieder abgegeben wurden. Einmal mehr griffen KI-Sorgen im New Yorker Handel auf viele Branchen durch.
Die am Freitag erwarteten US-Verbraucherpreise sind von besonderer Bedeutung für den Spielraum, den die Notenbank Fed für weitere Zinssenkungen bekommt. Infolge unterschiedlicher Wirtschaftsdaten hatten schwankende Zinssenkungserwartungen neben den in manchen Branchen aufflammenden KI-Sorgen zuletzt zur Unruhe an den Börsen beigetragen. Laut der Helaba war die Inflation zuletzt zu hoch, doch mit den Januarzahlen zeichne sich eine Entspannung ab.
Nachdem Siemens am Vortag nach Zahlen merklich zu den Kursschwankungen im Dax beigetragen und zeitweise SAP erneut als wertvollstes Indexunternehmen abgelöst hatte, wurde die Nachrichtenlage auf Unternehmensseite zu Wochenschluss etwas ruhiger. Der Siemens-Kurs muss am Freitag um die Auszahlung der Dividende bereinigt werden.
Im Fokus stand Jenoptik , wobei ein anfänglich deutlicher Kursrutsch sich zuletzt auf 1,5 Prozent abschwächte. Bei dem Technologieunternehmen ging die jüngste Rally, die den Kurs am Vortag erstmals seit Oktober 2024 wieder bis an die 28-Euro-Marke herangeführt hatte, nach vorgelegten Eckdaten vorerst zu Ende. Der Auftragseingang habe im vierten Quartal enttäuscht, kommentierte der Warburg-Experte Malte Schaumann.
Ihren jüngsten Kursrutsch verstärkten die Titel von Delivery Hero wegen enttäuschender Zahlen der Nahost-Tochter Talabat. Mit einem Abschlag von acht Prozent sackte der Kurs des Essenslieferdienstes erstmals seit Dezember wieder unter die 20-Euro-Marke. Das Hauptthema war der Ausblick von Talabat, den Marcus Diebel von JPMorgan gar als "Gewinnwarnung" wegen geplanter Investitionen bezeichnete.
RWE litten mit einem Prozent darunter, dass die Aktien nach starkem Kursverlauf vom Analysehaus Bernstein Research auf ein neutrales Votum abgestuft wurden. Das Wachstumspotenzial des Energiekonzerns sei inzwischen eingepreist, lautete das Argument der Analystin Deepa Venkateswaran. Chancen und Risiken hält sie für ausgeglichen.
Positiver sah das Bild nach einem Analystenkommentar bei PVA Tepla aus, denn hier zogen die Aktien im Tradegate-Handel um zwei Prozent an. Für das Technologieunternehmen aus dem SDax hat die französische Investmentbank Exane BNP ihre bisher negative Haltung aufgegeben./tih/jha/
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