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ROUNDUP/Aktien Frankfurt Schluss: Dax startet deutlich erholt in den Monat April

Wed Apr 01 18:30:03 CEST 2026

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Hoffnung auf ein zeitnahes Ende des Iran-Krieges und damit wieder deutlich rückläufige Ölpreise haben dem deutschen Aktienmarkt zum Start in den Monat April kräftig Auftrieb gegeben. Der Dax setzte seine Erholung vom Wochenanfang mit einem Aufschlag von 2,73 Prozent auf 23.298,89 Punkte fort und hat damit seither wieder um knapp 5 Prozent zugelegt. Im abgelaufenen Monat März war es für den deutschen Leitindex wegen des Nahostkriegs und der Ölpreis-Explosion um rund zehn Prozent abwärts gegangen.

Der MDax mit den mittelgroßen Werten beendete den Handel am Mittwoch 3,75 Prozent höher auf 29.205,84 Zählern. Gewinne wurden europaweit und in den USA verbucht. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx gewann 2,93 Prozent auf 5.732,71 Punkte.

Wie US-Präsident Donald Trump sagte, werden die Angriffe der Vereinigten Staaten im Iran in zwei bis drei Wochen beendet sein. Er denke, sein Land werde noch "vielleicht zwei Wochen, vielleicht ein paar Tage länger" brauchen, sagte Trump. Diese Aussagen drückten die Ölpreise deutlich, was die Inflationserwartungen dämpfte.

Am Rohstoffmarkt fiel Rohöl der Sorte Brent zur Lieferung im Juni zeitweise unter die viel beachtete Marke von 100 US-Dollar je Barrel (159 Liter). Am frühen Abend wurde das Fass mit etwas unter 102 Dollar gehandelt.

Investoren, die zuvor wegen des hohen Ölpreises und der Auswirkungen auf Konjunktur und Inflation die Reißleine gezogen hatten, kehrten nun in den Markt zurück, sagte Chef-Marktanalyst Andreas Lipkow vom Broker CMC Markets. "Aus Angst, noch ein weiteres Stück der Erleichterungsrally zu verpassen, werden sie jetzt aktiv und beschleunigen so die Erholung im Dax." Dennoch ließen Trumps Worte einmal mehr "Raum für Spekulationen". So hält Lipkow nach wie vor alles für möglich, "von einer diplomatischen Lösung bis hin zu einer weiteren Eskalation und dem Einsatz von Bodentruppen im Iran".

Mit Ausnahme der Öl- und Gasbranche legten alle Sektoren in Europa zu. Chemiewerte, die in jüngster Zeit von Erwartungen profitiert hatten, dass sich die weltweite Chemikalienversorgung verknappt, gewannen nur ein wenig. Im Dax gaben BASF als schwächster Indexwert um 2,8 Prozent nach. Im MDax zählten Lanxess und Evonik zu den schwächsten Werten. Im SDax waren der Biosprit-Hersteller Verbio und der Zuckerkonzern Südzucker unter Druck. Diese hatten im Zuge des Kriegs in Nahost kräftig zugelegt.

Rheinmetall erholten sich dagegen weiter und stiegen um 9,5 Prozent. Auftrieb gab eine Studie von Goldman Sachs. Die US-Bank setzte das Papier auf ihre "European Conviction List", eine Liste für besonders aussichtsreiche Werte in Europa. Für Analyst Sam Burgess ist das Rüstungsunternehmen aus Düsseldorf die Nummer eins in der Branche. Rheinmetall profitiere vom europäischen Aufrüstungszyklus und dies sei nach drei Dekaden vernachlässigter Investitionen ein strukturelles Thema. Dabei verfüge das Unternehmen über das richtige Länder-Engagement und - mit Blick auf die größten Rüstungslücken in Europa - den richtigen Produktmix.

Im MDax legten zudem Renk um 8,2 Prozent und Hensoldt um 9,4 Prozent zu. TKMS sprangen sogar um fast 15 Prozent hoch. Letztgenannte Aktie profitierte von einem Analystenkommentar der Citigroup. Charles Armitage sprach eine Kaufempfehlung für den U-Boot-Bauer aus.

Die Aktien von Adidas und Puma stemmten sich gegen den enttäuschenden Ausblick des US-Konkurrenten Nike . Adidas gewannen 0,2 Prozent. Bei Puma dürften sich laut Andreas Lipkow neben der allgemein positiven Marktstimmung auch alte Übernahmefantasien hinzugesellt haben, das Papier stieg um 5,5 Prozent. Bei Nike scheint die Übergangsphase länger zu dauern als ursprünglich erwartet, wie RBC-Experte Piral Dadhania angesichts der Aussagen des US-Sportartikelherstellers zum neuen Jahr schrieb.

Gegen den starken Markttrend büßten Nordex 1,5 Prozent ein. Die US-Investmentbank Bank of America hatte angesichts des starken Kursanstiegs seit Jahresbeginn ihre Kaufempfehlung für die Aktie des Windturbinen-Herstellers gestrichen./ck/he

--- Von Claudia Müller, dpa-AFX ---

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