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Wed Mar 04 10:14:52 CET 2026
HERZOGENAURACH (dpa-AFX) - Der Sportartikelhersteller Adidas sieht sich ungeachtet der konjunkturellen und geopolitischen Turbulenzen für die kommenden Jahre gut aufgestellt. Dabei zeigt sich das Unternehmen optimistisch für die weitere Entwicklung der Branche und strebt bis 2028 deutliche Zuwächse bei Umsatz und Gewinn an. Der Aufsichtsrat verlängerte zudem den Vertrag von Konzernchef Björn Gulden bis 2030. Investoren reagierten aber verschnupft auf den Ausblick.
"Wir haben das Glück, in einer Branche zu sein, die Konsumprodukte für viele Segmente verkauft. Wir bieten Produkte für Sport, Komfort, Lifestyle und Mode. Wir sind sehr zuversichtlich, dass alle diese Segmente weltweit weiter wachsen werden, und wir sind auch sehr zuversichtlich, dass wir unsere Marktanteile weiter ausbauen werden", erklärte Gulden am Mittwoch bei der Vorlage der Jahreszahlen in Herzogenaurach.
Im laufenden Jahr soll der Umsatz währungsbereinigt im hohen einstelligen Prozentbereich steigen. In absoluten Zahlen wäre dies ein Plus von 2 Milliarden Euro. 2025 waren die Erlöse der Marke Adidas währungsbereinigt um 13 Prozent auf einen Rekordwert von 24,8 Milliarden Euro gestiegen. Das Betriebsergebnis soll sich von knapp 2,1 Milliarden auf rund 2,3 Milliarden Euro verbessern. Das lag unter den Erwartungen der Analysten. Allerdings dürften Zölle und Währungseffekte den Gewinn mit 400 Millionen Euro belasten.
Am Aktienmarkt kam dies im frühen Handel nicht gut an. Die im Dax notierte Aktie fiel zum Auftakt um fast sechs Prozent. Es sei dasselbe Prozedere wie in jedem Jahr, schrieb Felix Dennl von der Bank Metzler, der den Ausblick "konservativ" nannte und sich entsprechend optimistisch zeigte, dass es noch Spielraum nach oben gibt. Adidas hatte in den vergangenen zwei Jahren regelmäßig seine Prognosen erhöht. Der Ausblick auf 2026 liege umsatzseitig über den Markterwartungen, beim operativen Ergebnis sei er aber schwächer, hieß es von der Citigroup.
Bis 2028 soll der Umsatz pro Jahr währungsbereinigt ebenfalls im hohen einstelligen Prozentbereich steigen und das Betriebsergebnis sich im Schnitt im mittleren Zehner-Prozentbereich pro Jahr verbessern. Zudem soll im Jahr 2028 eine operative Marge von über zehn Prozent erreicht werden - nach 8,3 Prozent im vergangenen Jahr. "Um das zu erreichen, werden wir uns auch weiter darauf konzentrieren, konsumentenorientiert und die globale Sportmarke mit einem lokalen Mindset zu sein", so Gulden. Er kündigte an, die Komplexität von Adidas weiter reduzieren zu wollen. Zudem müsse sichergestellt werden, "dass wir unsere Systeme, Prozesse und Organisation an die neue Realität auf dem globalen Markt anpassen."
Aktionäre können sich über höhere Rückflüsse in Form von höheren Dividenden und weiteren Aktienrückkäufen freuen. So sollen 2027 und 2028 jeweils Papiere im Wert von bis zu einer Milliarde Euro zurückgekauft werden, wenn die Bedingungen es zulassen, so Adidas. Für das laufende Jahr hat Adidas bereits ein Programm in dieser Höhe angekündigt.
Adidas hat bereits Ende Januar vorläufige Zahlen für das vergangene Jahr veröffentlicht. Dabei profitierte das Unternehmen von währungsbereinigt zweistelligen Wachstumsraten in allen Märkten und Vertriebskanälen. Der starke Euro belastete den Umsatz hingegen insgesamt mit einer Milliarde Euro. Gut lief das Geschäft vor allem mit Schuhen und Bekleidung. Das Unternehmen hatte zuletzt unter anderem mit der Wiederauflage von Retro-Produkten massiv gepunktet.
Unter dem Strich stieg der Gewinn im fortgeführten Geschäft um 67 Prozent auf fast 1,4 Milliarden Euro. Aktionäre sollen mit 2,80 Euro eine um 40 Prozent höhere Dividende erhalten.
Zur Hauptversammlung steht unterdessen ein Wechsel an der Spitze des Aufsichtsrats an. So endet das Mandat von Bertelsmann-Chef Thomas Rabe mit der Hauptversammlung am 7. Mai. Sein Nachfolger soll Nassef Sawiris werden, der seit 2016 in dem Gremium sitzt und seit 2025 stellvertretender Vorsitzender ist. Der ägyptisch-belgische Unternehmer hält über seine Holding NNS Adidas zufolge eine "wesentliche" Beteiligung. Als neues Mitglied des Aufsichtsrats soll außerdem Mathias Döpfner, Vorstandsvorsitzender von Axel Springer, zur Wahl vorgeschlagen werden./nas/men/stk
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