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Aktien Asien: Japan und Südkorea vor starkem Quartalsausklang

Tue Jun 30 09:08:52 CEST 2026

SEOUL/TOKIO/HONGKONG/SHANGHAI (dpa-AFX) - Die wichtigsten asiatischen Aktienmärkte haben am Dienstag uneinheitlich tendiert, wobei die Gewinner überwogen. Vergleichsweise deutlich ging es dabei in Japan und Südkorea nach oben. Beide Märkte knüpften damit an die starke Entwicklung der Vormonate an.

Die Experten der Landesbank Baden-Württemberg begründeten die Gewinne der beiden technologielastigen Börsen mit den starken Vorgaben des Philadelphia Semiconductor Index. Die Indizes steuern damit auf einen starken Quartalsabschluss zu. Beim südkoreanischen Kospi betrage das Plus 65 Prozent, beim japanischen Nikkei 225 , der am Dienstag um 0,86 Prozent auf gut 70.062 Punkte anzog, rund 37 Prozent, betonten die Marktstrategen der Deutschen Bank. Dazu habe die anhaltende Schwäche des Yen beigetragen, der weiter nachgegeben hatte und damit die exportorientierte Wirtschaft stützte.

Auch von der Konjunkturseite gab es Rückenwind. "Zusätzlich beflügelten positive Einkaufsmanagerindizes aus China die Stimmung und weckten die Hoffnung auf eine baldige Wirtschaftsbelebung im Reich der Mitte", stellte Marktanalyst Andreas Lipkow vom Broker CMC Marktes fest. Die Indizes hatten die Erwartungen leicht übertroffen und über der Expansionsschwelle von 50 gelegen.

Günstige Signale lieferte zudem der gesunkene Ölpreis. "Für Entspannung sorgte die Nachricht, dass über Nacht mehrere Öl- und LNG-Tanker die Straße von Hormus erfolgreich durchquert haben - ein weiteres Zeichen für eine Normalisierung der Handelsrouten", hieß es von der LBBW.

An den chinesischen Börsen war das Bild trotzdem nur durchwachsen. Der CSI-300-Index mit den wichtigsten Werten an den chinesischen Festlandsbörsen kletterte zwar um 0,68 Prozent auf 4.960,49 Punkte. Der Hang-Seng-Index der Sonderverwaltungszone Hongkong verlor nach den Gewinnen am Vortag aber rund ein Prozent.

Zur Schwäche neigte auch die australische Börse. Der S&P ASX 200 gab um 0,51 Prozent auf 8.778,70 Punkte nach. Die Marktstrategen der Deutschen Bank verwiesen auf das jüngste Protokoll der Sitzung der australischen Notenbank, das eine wachsame Haltung der Währungshüter gegenüber inflationären Risiken aufzeige./mf/jha/

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