Nachrichten Detail
Tue Jan 20 12:00:43 CET 2026
PARIS/LONDON/ZÜRICH (dpa-AFX) - Europas wichtigsten Aktienmärkten haben am Dienstag weiter nachgegeben. "Die Grönland-Thematik hat sich bisher nicht wie erhofft entspannt, sondern bleibt ein sehr kritisches geopolitisches Thema", betonte Marktexperte Andreas Lipkow.
Der EuroStoxx 50 verlor am späten Vormittag 1,18 Prozent auf 5.855,84 Punkte. Außerhalb der Eurozone fielen der britische Leitindex FTSE 100 um 1,12 Prozent auf 10.081,13 Zähler und der Schweizer SMI um 1,11 Prozent auf 13.129,42 Punkte.
Die Verluste werden auch als Gegenreaktion auf die vorherige Rally gewertet. So sprach Jörg Scherer, technischer Analyst bei HSBC, von einer "gesunden Verschnaufpause". Marktanalyst Christian Henke vom Broker IG Markets verwies auf den noch immer zu großen Optimismus an den Börsen, besonders in den USA. "Trotz des bevorstehenden Zollstreits 2.0 zwischen den USA und der EU und geopolitischer Risiken ist die Stimmung an der Wall Street gut, um ehrlich zu sein, zu gut", so Henke. "Ein solch großer Optimismus ist ein Warnsignal für eine Korrektur, zumal der S&P 500 charttechnisch angeschlagen ist."
Luxusgüterwerte standen erneut unter Druck. Neben den Grönland-Zolldrohungen kam ein weiterer Belastungsfaktor hinzu. Wegen der zögerlichen Haltung Frankreichs, dem "Friedensrat" für den Gazastreifen beizutreten, hatte US-Präsident Donald Trump mit Zöllen von 200 Prozent auf Wein und Champagner gedroht. Die Aktie von LVMH verlor 2,8 Prozent. Zum Sortiment des Unternehmens gehört auch Champagner.
Im schwächelnden Rohstoffsektor gaben BHP um 2,6 Prozent nach. Die Analysten der kanadischen RBC verwiesen auf einen durchwachsenen Produktionsbericht des Rohstoffkonzerns.
Im ebenfalls schwachen Ölsektor hielten sich Totalenergies unterdessen mit 0,5 Prozent im Plus. Europas größter Sprithersteller hatte zum Jahresende von einem besser laufenden Raffineriegeschäft profitiert. Angesichts weltweit knapper Verarbeitungskapazitäten hielten steigende Raffineriemargen trotz sinkender Ölpreise den Barmittelzufluss des Konzerns im vierten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum stabil. Damit trotze Totalenergies dem negativen Branchentrend mit sinkenden Gewinnerwartungen, hieß es von der RBC.
Unter den Nebenwerten brachen DocMorris um knapp zehn Prozent ein. Die Online-Apotheke war 2025 zwar kräftig gewachsen und hatte die eigenen Umsatzziele erreicht. Wichtigster Treiber blieb dabei das elektronische Rezept in Deutschland. Doch was dieses betraf, habe sich der Markt mehr erhofft, betonte Analyst Volker Bosse von der Baader Bank an. Ebenfalls deutlich im Minus lagen Logitech nach einer Abstufung durch Morgan Stanley./mf/mis
Wertentwicklungen (Performances) und Renditechancen werden ohne Berücksichtigung der jeweiligen Produkt-, Dienstleistungskosten und Zuwendungen angezeigt. Diese und deren Auswirkungen auf die Performance und Renditechance des Instruments erhalten Sie kundenindividuell vor Ihrer Transaktion oder im Rahmen Ihrer Beratung bei der HypoVereinsbank.
Alle Angaben ohne Gewähr. Die Informationen auf dieser Seite stellen weder eine Anlageberatung, noch ein verbindliches Angebot dar und dienen ausschließlich der eigenverantwortlichen Information. Insbesondere können sie eine Aufklärung und Beratung durch den Betreuer nicht ersetzen. Die Instrumente sind nur in Grundzügen dargestellt. Ausführliche Informationen enthalten bei Fonds die allein verbindlichen Verkaufsprospekte sowie die Wesentlichen Anlegerinformationen, die aktuellen Jahres- und Halbjahresberichte, bei anderen Instrumenten die allein verbindlichen Basisprospekte einschließlich etwaiger Nachträge bzw. die Endgültigen Bedingungen und bei Finanzinstrumenten, die der PRIIP-Verordnung unterliegen zusätzlich die Basisinformationsblätter. Diese deutschsprachigen Dokumente erhalten Sie bei Fonds in elektronischer Form auf der Detailseite zum Fonds und/oder in Papierform kostenlos über alle HypoVereinsbank Filialen. Bei Finanzinstrumenten, die der PRIIP-Verordnung unterliegen erhalten Sie die deutschsprachigen Basisinformationsblätter in elektronischer und/oder in Papierform kostenlos bei Ihrem Ansprechpartner der HypoVereinsbank. Alle anderen Dokumente können Sie direkt beim Emittenten (Herausgeber) anfordern. Wertpapiere und sonstige Finanzinstrumente unterliegen u.a. Kurs- und Währungsschwankungen, die die Rendite steigern oder reduzieren können. Es kann grundsätzlich zum Verlust des eingesetzten Kapitals kommen. Alle Wertpapiere außer Fonds unterliegen dem Emittentenrisiko und strukturierte Produkte zusätzlich dem Risiko des Basiswertes. Bei Optionsscheinen, Knock out Produkten und Faktorzertifikaten sind starke Kursschwankungen üblich und es besteht ein Totalverlustrisiko.
Die Informationen auf dieser Seite stellen auch keine Finanzanalyse dar. Eine den gesetzlichen Anforderungen entsprechende Unvoreingenommenheit wird daher nicht gewährleistet. Es gibt auch kein Verbot des Handels - wie es vor der Veröffentlichung von Finanzanalysen gilt. Diese Information richtet sich nicht an natürliche oder juristische Personen, die aufgrund ihres Wohn- bzw. Geschäftssitzes einer ausländischen Rechtsordnung unterliegen, die für die Verbreitung derartiger Informationen Beschränkungen vorsieht. Insbesondere enthält diese Information weder ein Angebot noch eine Aufforderung zum Kauf von Wertpapieren an Staatsbürger der USA, Großbritanniens oder der Länder im Europäischen Wirtschaftsraum, in denen die Voraussetzungen für ein derartiges Angebot nicht erfüllt sind.

© 2012-2020. UniCredit Bank GmbH (HVB). Bitte beachten Sie die Nutzungsbedingungen.
Design and Implementation by ByteWorx GmbH.
Powered by FactSet Digital Solutions GmbH.
Bereitstellung der Kurs- und Marktinformationen erfolgt durch FactSet Digital Solutions GmbH.
Fondsdaten bereitgestellt von Mountain-View Data GmbH.
Es wird keine Haftung für die Richtigkeit der Angaben übernommen!
