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Thu Sep 24 18:39:12 CEST 2026
PARIS/LONDON/ZÜRICH (dpa-AFX) - An den wichtigsten europäischen Aktienmärkten ist es am Donnerstag weiter nach unten gegangen. Belastungsfaktoren waren steigende Renditen an den internationalen Anleihemärkten, weiter anziehende Ölpreise aufgrund der angespannten Lage in Nahost sowie zunehmende Zinsängste. Ein Barrel (159 Liter) Rohöl der Referenzsorte Brent zur Lieferung im November wurde zwischenzeitlich über vier Prozent höher als am Mittwoch gehandelt.
Der EuroStoxx 50 schloss 0,43 Prozent tiefer bei 6.272,50 Punkten. Außerhalb der Eurozone verlor der britische FTSE 100 0,24 Prozent auf 10.679,99 Zähler. Der Schweizer Leitindex SMI sank um 0,11 Prozent auf 13.905,82 Punkte. Die Schweizer Notenbank hatte ihren Leitzins wie erwartet bei null Prozent belassen. Gleichzeitig erhöhte sie ihre Inflationsprognose nur leicht.
"Neue Drohungen aus dem Iran verstärken die Sorgen vor einer weiteren Eskalation des Krieges im Nahen Osten. Den Konflikt bei erneuten Angriffen der USA oder Israels über das Rote Meer hinaus bis in den Indischen Ozean ausweiten zu wollen, lassen die Ölpreise wieder steigen", bemerkte Analyst Andreas Lipkow vom Broker CMC Markets. Damit hätten Anlegerhoffnungen auf eine schnelle diplomatische Lösung einen weiteren Dämpfer erhalten. "Gleichzeitig sorgen die zuletzt robusten US-Konjunkturdaten für zusätzlichen Druck am Anleihemarkt, weil sie Spekulationen auf weitere Zinserhöhungen der US-Notenbank am Leben halten", so Lipkow.
Schwächster Sektor waren die Autowerte, die sich damit wieder dem bisherigen Jahrestief vom Juli näherten. Überdurchschnittliche Verluste verzeichneten auch Technologie- und Rohstoffaktien.
Unter den Einzelwerten gehörten die Papiere von H&M zu den Verlierern. Analysten der RBC interpretierten den Bericht des Bekleidungshändlers zum dritten Quartal als durchwachsen. Bereinigt habe das Zahlenwerk die Schätzungen zwar leicht übertroffen. Die Lagerbestände seien aber hoch und der Ausblick für die Margenentwicklung vorsichtig. Die Experten der Deutschen Bank bemängelten, dass sich eine klare Verbesserung der Umsatzentwicklung trotz der Bemühungen des Managements noch nicht abzeichne.
Dagegen ging es für die Anteilsscheine der britischen Modekette Asos um knapp 14 Prozent nach oben auf das höchste Niveau seit fast dreieinhalb Jahren. Das Unternehmen hatte die Ergebnisprognose nach oben angepasst. Analysten erhöhten daraufhin ihre Schätzungen und Kursziele.
Die Aktien von Schneider Electric büßten 1,2 Prozent ein. Der Technologiekonzern will die bulgarische Shelly Group für rund 1,2 Milliarden Euro übernehmen. Die Franzosen wollen für den Hersteller von intelligenten Elektro-Geräten (smart devices) aus dem SDax ein freiwilliges öffentliches Übernahmeangebot unterbreiten. Beide Unternehmen unterzeichneten dazu eine entsprechende Vereinbarung./edh/nas
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