Nachrichten Detail
Mon Sep 07 14:41:29 CEST 2026
COVENTRY (dpa-AFX) - Nicht nur in Deutschland stecken Autobauer in der Krise: Der britische Hersteller Jaguar Land Rover hat ein umfangreiches Sparpaket mit erheblichen Stellenstreichungen angekündigt. Etwa 4.000 Jobs sollen in den kommenden zwei Jahren wegfallen, wie das Unternehmen mitteilte. Insgesamt will der Autohersteller durch die Maßnahmen etwa 1,7 Milliarden Pfund (umgerechnet knapp 2 Mrd Euro) einsparen.
Jaguar Land Rover ist der größte Fahrzeugbauer Großbritanniens. Weltweit beschäftigt das Unternehmen, eine Tochter des indischen Autoherstellers Tata Motors, der BBC zufolge etwa 43.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die meisten davon in Großbritannien. "Wir sind uns bewusst, dass dies für unsere betroffenen Kollegen eine schwierige Nachricht sein wird", teilte Unternehmenschef P.B. Balaji in der Erklärung mit.
Wie viele andere europäische Autobauer kämpft das Unternehmen unter anderem mit steigenden Kosten, sinkenden Verkaufszahlen und einer stärker werdenden Konkurrenz etwa aus China. Jaguar, bekannt für die ikonische Kühlerfigur, und Land Rover waren 2013 zusammengeschlossen worden.
Milliardenverluste durch Cyberangriff
Laut CEO Balaji, der noch kein Jahr im Amt ist, treffen die Stellenkürzungen die weltweite Belegschaft. Welche Bereiche von den Kürzungen betroffen sind, führte er allerdings nicht aus. Britischen Medienberichten zufolge sind Produktionsmitarbeiter nicht primär betroffen. Allen voran Beschäftigte im Bereich der Forschung und Entwicklung sowie Mitglieder des Managements sollen laut den Berichten die Möglichkeit erhalten, das Unternehmen im Rahmen eines Abfindungsprogramms freiwillig zu verlassen.
"Die Automobilindustrie steht vor erheblichen Herausforderungen, darunter der technologische Wandel inmitten eines intensiven Wettbewerbs und andauernder geopolitischer Unsicherheit", so Balaji. Das Unternehmen gehe jedoch mit seiner Strategie "Growth Reimagined" (übersetzt in etwa: Wachstum neu gedacht) "entschlossene Schritte, um unsere Wettbewerbsfähigkeit zu stärken und das Unternehmen für langfristigen Erfolg zu positionieren". Zur Strategie gehört demnach auch ein Fokus auf die Absatzmärkte in Nordamerika.
An diesem Dienstag findet der Nachrichtenagentur PA zufolge ein Treffen der Unternehmensführung mit Wirtschaftsminister Jonathan Reynolds statt. Das Ziel sei es, die Verluste von Arbeitsplätzen so weit wie möglich einzudämmen, hatte Reynolds bereits am Wochenende der BBC gesagt. Staatliche Rettungshilfen soll es allerdings nicht geben.
Neben den für viele Autobauer bestehenden Problemen wie hohen Energiekosten, starker Konkurrenz und US-Zöllen machte dem Unternehmen zuletzt auch ein massiver Cyberangriff zu schaffen. Im vergangenen Jahr legte dieser die Produktion von Jaguar Land Rover wochenlang lahm. Das verursachte Milliardenverluste bei dem Autobauer, die britische Regierung half mit der Garantie für einen Milliardenkredit aus.
Auch deutsche Autobauer in der Krise
In ganz Europa kämpfen Autobauer derzeit mit starken Umsatzrückgängen, darunter auch der deutsche Konzern Volkswagen . Erst jüngst gab der VW -Aussichtsrat grünes Licht für den Abbau von 50.000 weiteren Stellen weltweit - zusätzlich zu bereits vereinbarten Einsparungen von konzernweit 50.000 Stellen bis 2030. Ende 2025 hatte der Konzern weltweit knapp 663.000 Beschäftigte, davon etwa 284.000 in Deutschland.
Darüber hinaus stehen vier Werke derzeit auf der Kippe. Für die Standorte Emden, Zwickau, Hannover und Neckarsulm könne keine wettbewerbsfähige Folgebelegung gestaffelt ab den Jahren 2031 bis 2034 gewährleistet werden, teilte der Konzern zuletzt mit.
Auch andere Autobauer wie BMW kündigten zuletzt Stellenstreichungen an. Betroffen sind zudem Zulieferer wie Bosch und ZF in Deutschland. In der deutschen Autoindustrie schwinden die Arbeitsplätze derzeit schneller als in jeder anderen Industriebranche, wie das Statistische Bundesamt zuletzt mitgeteilt hatte./pba/DP/stk
Wertentwicklungen (Performances) und Renditechancen werden ohne Berücksichtigung der jeweiligen Produkt-, Dienstleistungskosten und Zuwendungen angezeigt. Diese und deren Auswirkungen auf die Performance und Renditechance des Instruments erhalten Sie kundenindividuell vor Ihrer Transaktion oder im Rahmen Ihrer Beratung bei der HypoVereinsbank.
Alle Angaben ohne Gewähr. Die Informationen auf dieser Seite stellen weder eine Anlageberatung, noch ein verbindliches Angebot dar und dienen ausschließlich der eigenverantwortlichen Information. Insbesondere können sie eine Aufklärung und Beratung durch den Betreuer nicht ersetzen. Die Instrumente sind nur in Grundzügen dargestellt. Ausführliche Informationen enthalten bei Fonds die allein verbindlichen Verkaufsprospekte sowie die Wesentlichen Anlegerinformationen, die aktuellen Jahres- und Halbjahresberichte, bei anderen Instrumenten die allein verbindlichen Basisprospekte einschließlich etwaiger Nachträge bzw. die Endgültigen Bedingungen und bei Finanzinstrumenten, die der PRIIP-Verordnung unterliegen zusätzlich die Basisinformationsblätter. Diese deutschsprachigen Dokumente erhalten Sie bei Fonds in elektronischer Form auf der Detailseite zum Fonds und/oder in Papierform kostenlos über alle HypoVereinsbank Filialen. Bei Finanzinstrumenten, die der PRIIP-Verordnung unterliegen erhalten Sie die deutschsprachigen Basisinformationsblätter in elektronischer und/oder in Papierform kostenlos bei Ihrem Ansprechpartner der HypoVereinsbank. Alle anderen Dokumente können Sie direkt beim Emittenten (Herausgeber) anfordern. Wertpapiere und sonstige Finanzinstrumente unterliegen u.a. Kurs- und Währungsschwankungen, die die Rendite steigern oder reduzieren können. Es kann grundsätzlich zum Verlust des eingesetzten Kapitals kommen. Alle Wertpapiere außer Fonds unterliegen dem Emittentenrisiko und strukturierte Produkte zusätzlich dem Risiko des Basiswertes. Bei Optionsscheinen, Knock out Produkten und Faktorzertifikaten sind starke Kursschwankungen üblich und es besteht ein Totalverlustrisiko.
Die Informationen auf dieser Seite stellen auch keine Finanzanalyse dar. Eine den gesetzlichen Anforderungen entsprechende Unvoreingenommenheit wird daher nicht gewährleistet. Es gibt auch kein Verbot des Handels - wie es vor der Veröffentlichung von Finanzanalysen gilt. Diese Information richtet sich nicht an natürliche oder juristische Personen, die aufgrund ihres Wohn- bzw. Geschäftssitzes einer ausländischen Rechtsordnung unterliegen, die für die Verbreitung derartiger Informationen Beschränkungen vorsieht. Insbesondere enthält diese Information weder ein Angebot noch eine Aufforderung zum Kauf von Wertpapieren an Staatsbürger der USA, Großbritanniens oder der Länder im Europäischen Wirtschaftsraum, in denen die Voraussetzungen für ein derartiges Angebot nicht erfüllt sind.

© 2012-2020. UniCredit Bank GmbH (HVB). Bitte beachten Sie die Nutzungsbedingungen.
Design and Implementation by ByteWorx GmbH.
Powered by FactSet Digital Solutions GmbH.
Bereitstellung der Kurs- und Marktinformationen erfolgt durch FactSet Digital Solutions GmbH.
Fondsdaten bereitgestellt von Mountain-View Data GmbH.
Es wird keine Haftung für die Richtigkeit der Angaben übernommen!
