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Wed Jun 03 12:03:04 CEST 2026
FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach dem freundlichen Vortagesschluss hat der deutsche Aktienmarkt am Mittwoch den Rückwärtsgang eingelegt. Der Dax fiel unter die viel beachtete Marke von 25.000 Punkten um 1,1 Prozent auf 24.860 Zähler. Der MDax mit den mittelgroßen Börsenunternehmen verlor 0,7 Prozent auf 32.718 Punkte. Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 ging es um 0,4 Prozent abwärts.
Die Lage im Iran-Krieg bleibt unklar. US-Präsident Donald Trump bekräftigte am Vorabend ungeachtet gegenteiliger Aussagen aus dem Iran, dass die Verhandlungen zwischen Washington und Teheran über einen Rahmenvertrag andauern. Aus dem Iran verlautete, dass seit Tagen keine Gespräche mehr stattfänden. In der Nacht auf Mittwoch lieferten sich beide Seiten die schwersten Feuergefechte seit Beginn der Waffenruhe. Die Ölpreise legten wieder zu.
Im Dax waren die Aktien der Deutschen Bank ohne fundamentale Nachrichten mit minus 3,9 Prozent der schwächste Wert und kehrten an ihre 50-Tage-Linie zurück. Deutsche-Bank-Finanzchef Raja Akram deutete auf einer Investorenveranstaltung an, dass die Vorsorge für faule Kredite im zweiten Quartal wohl etwas über den Markterwartungen liegen dürfte.
Angetrieben von starken Ergebnissen des Konkurrenten Inditex stiegen die Aktien von Zalando um 1,0 Prozent. Seit Februar 2025 stecken sie allerdings im Abwärtstrend. Insofern könnten sie am Abend im Fokus stehen, wenn die Deutsche-Börse-Tochter ISS Stoxx die künftige Dax-Zusammensetzung überprüft. Zalando gilt als Abstiegskandidat.
Für die Titel von BASF ging es um 1,1 Prozent nach unten. Die EU-Kommission genehmigte den Verkauf des Lacke-Geschäfts des Chemiekonzerns an den US-Finanzinvestor Carlyle unter Auflagen. BASF rechnet mit einem Abschluss der Transaktion im Volumen von 7,7 Milliarden Euro noch in diesem Jahr.
Die Papiere von Ströer sackten um 3,0 Prozent ab, nachdem die US-Investmentbank Goldman Sachs die Aktien von "Neutral" auf "Sell" abgestuft hatte. Das Verbraucherumfeld in Deutschland trübe sich ein, was das Geschäft mit Außenwerbung bremsen dürfte, schrieb Analyst James Tate. Er geht zwar davon aus, dass Ströer weitere Marktanteile gewinnt, wurde zunächst aber zurückhaltender für den Geschäftsverlauf.
Dagegen profitierten die Aktien des Chip-Zulieferers Aixtron von einer positiven Analystenstudie zum Halbleiterindustrie-Ausrüster ASML und stiegen auf den höchsten Stand seit dem Jahr 2000. Zuletzt notierten sie an der MDax-Spitze 2,5 Prozent im Plus.
Die Anteilsscheine von Douglas verteuerten sich um 2,9 Prozent. Die Privatbank Berenberg nahm die Bewertung der Parfümeriekette mit einer Kaufempfehlung auf. Analyst Michael Heider attestierte dem Unternehmen "schöne Barmittelzuflüsse". Das Verhältnis zwischen Chancen und Risiken bei der Aktie findet er reizvoll und die Bewertung attraktiv./edh/jha/
--- Von Eduard Holetic, dpa-AFX ---
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