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Thu Feb 19 18:03:20 CET 2026
FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach den klaren Vortagesgewinnen hat der deutsche Aktienmarkt am Donnerstag den Rückwärtsgang eingelegt. Belastungsfaktoren waren die steigende Gefahr eines Kriegs zwischen dem Iran und den USA und einige negativ aufgenommene Unternehmensbilanzen. Etwas getrübt wurde die Laune zudem von der US-Notenbank, die im Protokoll ihrer jüngsten Sitzung die Risiken betonte, die von einer zu hohen Inflation ausgehen können. Zuletzt hatte sich die Hoffnung auf eine Zinssenkung der Fed bereits nach hinten verschoben.
Der Dax rutschte im späten Handel immer wieder unter die viel beachtete Marke von 25.000 Punkten, konnte sich letztlich aber knapp darüber halten und schloss mit einem Minus von 0,93 Prozent bei 25.043,57 Zählern. Tags zuvor war der deutsche Leitindex zwischenzeitlich auf über 25.300 Punkte gestiegen und hatte den höchsten Stand seit Mitte Januar erreicht. Der MDax mit den mittelgroßen deutschen Werten verlor am Donnerstag 0,83 Prozent auf 31.479,01 Punkte.
Nach den jüngsten Atomverhandlungen zwischen den USA und dem Iran häufen sich Hinweise auf einen möglicherweise bald bevorstehenden Krieg. Der US-Sender CBS News zitierte informierte Quellen, wonach ranghohe nationale Sicherheitsbeamte Trump mitgeteilt hätten, dass das Militär bereit sei, bereits am Samstag Angriffe auf den Iran durchzuführen. Trump habe aber noch keine endgültige Entscheidung über einen möglichen Angriff getroffen.
Am stärksten belastet wurde der Dax von massiven Kursverlusten der Airbus-Aktie , die auf den tiefsten Stand seit Anfang Dezember absackte und am Ende 6,7 Prozent einbüßte. Der Produktionsausbau des Flugzeugbauers kommt weiterhin langsamer voran als geplant. Analysten hatten mit mehr Flugzeugauslieferungen gerechnet, als Airbus für 2026 in Aussicht stellte.
Eine Hochstufung von Morgan Stanley für Vonovia gab den Papieren des Immobilienkonzerns Auftrieb. Sie gewannen unter den besten Dax-Werten 1,6 Prozent.
Im MDax setzte eine Verkaufsempfehlung von UBS für Freenet den Titeln des Mobilfunkanbieters zu. Das Minus von mehr als 8 Prozent bedeutete das vorläufige Ende des jüngsten Aufwärtsschwungs. Die Anteile der Fondsgesellschaft DWS dagegen legten um 0,7 Prozent zu, hier riet UBS zum Kauf.
Um 8,6 Prozent abwärts ging es für Flatexdegiro trotz eines höheren Dividendenvorschlags. Die Dividendenrendite sei immer noch niedrig, hieß es am Markt. Zudem liege die Gewinnprognose des Online-Brokers für 2026 unter der Erwartung.
Zu den Jahreszahlen von Krones sagte ein Händler, sie seien schwächer als befürchtet. Positiver äußerte er sich zum Ausblick des Herstellers von Abfüllanlagen. Die Aktien gaben um 7,1 Prozent nach. Besser lief es für die Anteile von Knorr-Bremse , die nach Geschäftszahlen um 4,2 Prozent anzogen./edh/he
--- Von Eduard Holetic, dpa-AFX ---
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