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Tue Sep 22 10:21:09 CEST 2026
FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach dem Kurssprung zu Wochenbeginn ist der Dax am Dienstag mit Verlusten in den Handel gestartet. Der deutsche Leitindex fiel um 0,4 Prozent auf 25.484 Punkte. Der MDax der mittelgroßen Unternehmen sank geringfügig auf 31.228 Zähler
Etwas auf die Stimmung drückte, dass die Ölpreise nach den Verlusten der vergangenen Tage wieder zulegen. Die Versorgungsrisiken im Nahen Osten bleiben hoch. In der Straße von Hormus wurde erneut ein Schiff angegriffen.
Demgegenüber stützten Kursgewinne in den USA und in Asien den deutschen Aktienmarkt. Vor allem für den Nasdaq 100 war es tags zuvor kräftig aufwärtsgegangen - auch noch nach dem europäischen Handelsende.
Der US-Auswahlindex der Technologiebörse ist wieder in Reichweite seines Rekords von Anfang Juni. Dabei verzeichneten die Papiere des Facebook-Konzerns Meta mit gut elf Prozent ihren höchsten Tagesgewinn seit April 2025. Anleger feierten den starken Start der neuen Endverbraucher-KI Muse seit Anfang des Monats und positive Analystenreaktionen darauf.
Derweil blickten Anleger auch gen New York. Dort beginnt mit der Generaldebatte das Treffen der Vereinten Nationen. Dabei will US-Präsident Donald Trump mit Vertretern der Golfstaaten zusammenkommen. Zudem könnte er sich mit seinem iranischen Amtskollegen Massud Peseschkian treffen. Außerdem trifft Trump Staats- und Parteichef Xi Jinping, der vom 23. bis 25. September für einen Staatsbesuch in die Vereinigten Staaten reist.
Hierzulande standen Immobilienwerte weiter unter Druck. Für die Aktien von Vonovia ging es um 1,7 Prozent auf gut 17 Euro abwärts. Zum belastenden Zinsanstieg kam am Wochenende der Wahlsieg der Linken in Berlin, der das alte Thema Enteignung wieder deutlich hochkochte.
Die Experten der Investmentbank Exane BNP Paribas kappten ihr Kursziel für die Vonovia-Aktien auf 16 Euro und signalisieren damit auch nach der Durststrecke noch weitere Rückschlagsgefahr. Für die im MDax gelisteten Papiere von TAG Immobilien und LEG ging es um jeweils fast zwei Prozent nach unten.
Der Reisekonzern Tui bekam den Iran-Krieg und den Trend zu Last-Minute-Urlaub im Sommer deutlich zu spüren. Der gebuchte Umsatz lag im Pauschalreisegeschäft fünf Prozent niedriger als im Sommer zuvor. Die Anteilscheine von Tui fielen um fast zwei Prozent.
Unter den Nebenwerten zogen die Anteilscheine von Circus <DE000A2YN35> um gut fünf Prozent an. Das auf KI-gestützte Robotik spezialisierte Technologieunternehmen nahm den kommerziellen Betrieb in den Vereinigten Arabischen Emiraten auf./la/jha/
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