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Mon Jul 13 14:42:15 CEST 2026
NEW YORK (dpa-AFX) - Vor allem an der technologielastigen US-Börse Nasdaq werden am Montag Verluste erwartet. Techwerte stehen angesichts enormer Kursgewinne infolge der KI-Euphorie weiter unter Abgabedruck. Hinzu kommt eine gewisse Verunsicherung durch wieder steigende Ölpreise, nachdem der Konflikt zwischen den USA und dem Iran um die Straße von Hormus weiter eskaliert.
Knapp eine Stunde vor Handelsbeginn taxierte der Broker IG den Nasdaq 100 1,1 Prozent im Minus auf 29.485 Punkte. Seit dem vergangenen Mittwoch hatte der Nasdaq-Auswahlindex zur Erholung angesetzt und seine Verluste aus der vergangenen Woche wettgemacht. Der Dow Jones Industrial wird am Montag von IG um 0,2 Prozent tiefer bei 52.560 Punkten erwartet.
Insgesamt aber dürfte es zum Wochenstart noch relativ ruhig zugehen. Erst am Dienstag wird es wohl spannender. Da eröffnen die ersten US-Banken die Berichtssaison für das zweite Quartal, und mit den Verbraucherpreisen werden wichtige Konjunkturdaten erwartet. Außerdem findet eine Anhörung des neuen Fed-Chefs Kevin Warsh vor dem US-Kongress statt.
Portfolio-Manager Thomas Altmann von QC Partners rechnet entsprechend mit einer gewissen Vorsicht der Anleger. Nicht zuletzt unmittelbar vor der Berichtssaison wolle sich wohl keiner falsch positionieren, schrieb er.
Nach einem starken Börsendebüt von SK Hynix am Freitag an der Nasdaq, ging es vorbörslich nun um knapp 10 Prozent abwärts, was im Vergleich zum Ausgabepreis aber immer noch ein Plus von 1,6 Prozent wäre. In Korea war es an diesem Morgen bereits steil abwärts gegangen mit der Aktie des Chipriesen, die ein Symbol für die KI-Begeisterung unter Privatanlegern geworden ist. Sie erlebte mit minus 15 Prozent den kräftigsten Kurssturz in ihrer Geschichte.
In Taiwan meldete TSMC unterdessen nachbörslich einen kräftigen und über den Erwartungen liegenden Umsatzanstieg, was erleichtern dürfte. Das signalisiere, dass die Nachfrage nach KI-Hardware weiter ungebrochen sei, hieß es dazu.
Unter den Aktien der "Magnificent Seven" könnten Meta und Tesla einen Blick wert sein. Die Kosten für Metas Rechenzentrum in Louisiana sollen weiter steigen, und zwar auf 50 Milliarden US-Dollar. Die Aktie gab vorbörslich um 0,8 Prozent nach. Tesla verloren als Schlusslicht unter den sieben Techgiganten vorbörslich 1,0 Prozent. Neuigkeiten gab es indes keine.
Ansonsten könnten Umstufungen bewegen. So stufte JPMorgan die Aktie von American Express auf "Overweight" hoch und hob das Kursziel auf 400 Dollar an. Angesichts des defensiven Charakters der Erträge des Kreditkartenanbieters sei ein leichter Bewertungsaufschlag im Vergleich zu Wettbewerbern gerechtfertigt, schrieb Analyst Richard Shane. Der wohlhabende Kundenstamm von Amex sei weitgehend vor den Auswirkungen der Nahostkrise und der damit verbundenen Energieverknappung geschützt, da diese Verbraucher einen deutlich geringeren Anteil ihres verfügbaren Einkommens für Kraftstoffe aufwenden müssten. Die im Dow notierte Amex-Aktie stieg vorbörslich um 1,3 Prozent.
Shopify gewannen vor dem Börsenstart 3,2 Prozent. Hier äußerte sich Analyst Samad Samana von Jefferies optimistischer und bewertet die Aktie des E-Commerce-Unternehmens nun mit "Buy". Das Kursziel hob er von 140 auf 160 Dollar an. Shopify sei im Bereich "Agentic Commerce" ein Gewinner und profitiere von neuem Rückenwind, schrieb er. Zudem erwarte er angesichts von Drittanbieter-Daten, dass Shopify mit seinem zweiten Quartal die Markterwartungen übertreffen werde./ck/mis
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