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Fri Feb 13 14:54:25 CET 2026
FRANKFURT (dpa-AFX) - Beim Dax müssen die Anleger am Freitag weiter von unten auf die 25.000-Punkte-Marke schauen. Auch wenn Inflationsdaten aus den USA ihm am Nachmittag moderat ins Plus verhalfen, blieb der Leitindex auf Abstand zur Tausendermarke, deren Überwindung im Laufe der Woche immer wieder gescheitert war.
Der Dax stand zuletzt 0,25 Prozent höher bei 24.914 Zählern. Damit steuert der Leitindex auf ein Wochenplus von 0,8 Prozent zu. Der MDax mit den mittelgroßen deutschen Werten kam mit zuletzt 31.250 Zählern auf ein Plus von 0,4 Prozent. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx jedoch gab nach seiner jüngsten Rekordjagd um 0,4 Prozent nach.
Die Verbraucherpreise, die für den Spielraum der US-Notenbank Fed von Bedeutung sind, waren im Januar in den USA etwas weniger deutlich gestiegen als befürchtet. Der Ökonom Ralf Umlauf von der Helaba sprach daher von "Entspannung an der Inflationsfront". Er geht davon aus, dass die Notenbanker nicht unmittelbar unter Handlungsdruck stehen. Auf Sicht der kommenden Monate hält er die Zinssenkungserwartungen aber für unterstützt.
An der 25.000er Marke war der Dax im Laufe der Woche immer wieder gescheitert. Laut der Helaba würde aus technischer Sicht erst ein nachhaltiges Überwinden den Weg zur Bestmarke von knapp 25.508 Punkten frei machen. Neben den geldpolitischen Aussichten sorgt derzeit aber auch die Angst vor KI-Konkurrenz in einigen Branchen für Nervosität. Analyst Christian Henke vom Broker IG sieht in einer anziehenden Volatilität "ein klassisches Warnsignal für die Börsen".
Nachdem Siemens am Vortag zeitweise wieder mit SAP um den Platz als wertvollstes Dax-Unternehmen gestritten hat, musste der Siemens-Kurs am Freitag um die Auszahlung der Dividende bereinigt werden. Mit einer Erholung um 1,8 Prozent festigten die SAP-Anteile wieder etwas ihren Vorsprung. Noch stärker erholt zeigten sich die zuletzt von KI-Sorgen belasteten Titel der Deutschen Börse , die am Nachmittag mit fünf Prozent Plus die Dax-Spitze einnahmen.
Positiv im Rampenlicht standen auch die fünf Prozent höheren MTU -Aktien sowie jene von Airbus mit 1,9 Prozent Plus. Sie erhielten Rückenwind von starken Resultaten und einem optimistischen Ausblick des französischen Triebwerkbauers Safran . Mit Rheinmetall setzten Anleger im Angesicht der Münchner Sicherheitskonferenz auch wieder auf Rüstungswerte.
Ihren jüngsten Kursrutsch fort setzten die Titel von Delivery Hero , die wegen eines enttäuschenden Ausblicks der Nahost-Tochter Talabat erstmals seit Dezember wieder zeitweise unter 20 Euro gehandelt wurden. Maue Geschäftsziele ließen ansonsten die Titel der Deutschen Pfandbriefbank um neun Prozent absacken auf ein Rekordtief.
RWE litten als größter Dax-Verlierer mit vier Prozent darunter, dass die Aktien nach starkem Kursverlauf vom Analysehaus Bernstein Research auf ein neutrales Votum abgestuft wurden. Das Wachstumspotenzial des Energiekonzerns sei inzwischen eingepreist, lautete das Argument der Analystin Deepa Venkateswaran. Chancen und Risiken hält sie für ausgeglichen.
Positiver war das Bild im Bereich Halbleiterausrüstungen. Die Aktien von PVA Tepla zogen um zehn Prozent an, nachdem die französische Investmentbank Exane BNP ihre bisher negative Haltung aufgegeben hat. Mit Aixtron war auch ein anderer Branchenwert sehr gefragt. Rückenwind lieferte dabei auch das US-Unternehmen Applied Materials mit einem überzeugenden Ausblick./tih/jha/
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