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Thu Feb 05 12:11:04 CET 2026
PARIS/LONDON/ZÜRICH (dpa-AFX) - Europas Börsen haben am Donnerstag geschwächelt. "Die Marktteilnehmer sehen sich erneut mit erhöhter Volatilität an den Edelmetallmärkten und eher schwachen Unternehmenszahlen konfrontiert", so Marktexperte Andreas Lipkow. "Somit nehmen die Investoren lieber Gewinne mit und positionieren sich an der Seitenlinie."
Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 verlor am Mittag 0,16 Prozent auf 5960,82 Zähler. Außerhalb der Eurozone sank der britische Leitindex FTSE 100 um 0,32 Prozent auf 10.398,97 Punkte. Der Schweizer SMI gab um 0,25 Prozent auf 13.473,81 Punkte nach.
Bei den Quartalszahlen überwogen die Enttäuschungen. Auffallendstes Beispiel waren Volvo Cars , dessen Aktienkurs um 22 Prozent abstürzte. Im vierten Quartal waren Umsatz und operatives Ergebnis stark gefallen. Mit beiden Werten verfehlte Volvo die Schätzungen von Analysten deutlich.
Im schwächelnden Telekommunikationssektor gaben Vodafone den Takt vor. Der britische Telekommunikationskonzern hatte im dritten Geschäftsquartal 2025/26 Umsatz und operativen Gewinn zwar gesteigert. Experten hatten sich allerdings mehr erhofft. Die Analysten von JPMorgan sprachen von einer leichten Enttäuschung. Der recht deutliche Kursverlust von über vier Prozent sei auch dem vorherigen Anstieg geschuldet.
Im Bankensektor gab es unterdessen Licht und Schatten. Während BBVA um 6,7 Prozent nachgaben, legten BNP Paribas um 3,7 Prozent zu. Die französische Großbank hatte das Jahr 2025 mit einem überraschend guten Quartal abgeschlossen. Bankchef Jean-Laurent Bonnafe hatte zudem seine Ziele für die kommenden Jahre erhöht.
Nicht ganz so gut sah es bei BBVA aus. Die spanische Großbank hatte im vergangenen Jahr dank guter Geschäfte im Heimatmarkt zwar operativ deutlich mehr verdient. Doch der Ausblick hielt nicht Schritt. Hier deute sich Korrekturbedarf für die Konsensschätzungen an, betonten die Analysten von JPMorgan.
Unter den Werten der zweiten Reihe knickten Moller-Maersk ein. Die schrittweise Wiederöffnung der Transportwege durch das Rote Meer dürfte 2026 bei der Reederei für einen Gewinnrückgang sorgen. Grund dafür sind fallende Frachtraten, wenn der kürzere Transportweg durch das Rote Meer demnächst wieder regelmäßig zu befahren sein sollte. Die Aktie gab um rund fünf Prozent nach.
Ähnlich stark fielen die Anteile von Vestas nach der Veröffentlichung neuer Geschäftszahlen. Zwar hätten die ausgelieferten Volumina des Herstellers von Windkraftanlagen im vierten Quartal 2025 die Konsensschätzung um 7 Prozent übertroffen, schrieb Analyst Lucas Ferhani von der US-Bank Jefferies. Der Umsatz und das bereinigte operative Ergebnis (Ebit) hätten die Erwartungen aber um jeweils drei Prozent verfehlt./mf/mis
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