Nachrichten Detail
Wed Jun 03 22:34:02 CEST 2026
NEW YORK (dpa-AFX) - Die US-Börsen haben am Mittwoch nach ihrer Rekordjagd unter Gewinnmitnahmen gelitten. Anleger entwickelten wieder mehr Bedenken, dass zunehmende Spannungen zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran die Aussichten auf ein Friedensabkommen beeinträchtigen könnten. Die Folge gegenseitiger Angriffe waren weiter anziehende Ölpreise. Als Thema kamen neue Zolldrohungen von US-Präsident Donald Trump hinzu.
Dem Nasdaq 100 gelang zwar zum Auftakt erneut ein Rekord, doch aus dem Handel ging er 0,29 Prozent tiefer bei 30.571,24 Punkten. Für den Leitindex der Wall Street, den Dow Jones Industrial , ging es um 1,21 Prozent auf 50.687,07 Zähler abwärts. Für den S&P 500 endete eine neuntägige Gewinnstrecke mit einem Abschlag von 0,74 Prozent auf 7.553,68 Punkte.
Obwohl über eine Verlängerung der seit knapp zwei Monaten geltenden Waffenruhe verhandelt wird, haben sich die USA und der Iran über Nacht eines der schwersten Feuergefechte seit Beginn der Waffenruhe geliefert. Experten von UBS warnten vor "Wachstumsrisiken durch einen anhaltenden Energieschock", die aber auch größere geldpolitische Straffungen unwahrscheinlich machten.
Wirtschaftsdaten ergaben am Mittwoch aber ein robustes Bild. Bevor am Freitag der offizielle Jobbericht kommt, zeigten Zahlen des privaten Dienstleisters ADP laut dem JPMorgan-Ökonom Bennett Parrish, dass der US-Arbeitsmarkt "auf einem festeren Fundament" steht. Außerdem deuteten Stimmungsbarometer im Dienstleistungssektor auf anhaltendes Wachstum hin. Der entsprechende ISM-Index hatte sich im Mai stärker als erwartet aufgehellt.
Trumps Zolldrohungen richten sich gegen insgesamt 60 Länder mit dem Argument, dass diese Importe von Produkten aus mutmaßlicher Zwangsarbeit nicht verhinderten oder bestehende Importverbote nicht genügend überprüften. Demnach müssen etwa die Europäische Union (EU), Großbritannien und die Schweiz sowie Kanada und China mit zusätzlichen Zöllen zwischen 10 und 12,5 Prozent rechnen.
In der Breite fehlte Tech-Werten der Treibstoff für einen weiteren Anstieg. Vereinzelt hielt die KI-Euphorie aber an, wie Marvell Technology mit einem nochmals fast vier Prozent großen Kursplus zeigten. Am Vortag war ein Kursfeuerwerk damit verknüpft worden, dass der Nvidia -Chef Jensen Huang dem Unternehmen den Aufstieg in den Kreis der Unternehmen mit einer Bewertung von einer Billion Dollar zutraut.
Bei Chipwerten gab es vermehrt Kursgewinne: Intel -Aktien erholten sich um 4,4 Prozent vom jüngsten Rückschlag, der mit drohender Konkurrenz von Nvidia im Geschäft mit PC-Hauptprozessoren begründet worden war. Titel des Intel-Konkurrenten AMD legten fast genauso viel und stellten erneut einen Rekord auf.
Im Tech-Sektor insgesamt war das Bild aber durchwachsen, denn außer einer Erholung bei dem Social-Media-Riesen Meta gab es unter den sieben bedeutendsten Riesen der Branche keine Gewinner. Software-Aktien setzten ihre jüngsten Schwankungen mit Verlusten fort, wie Microsoft mit einem Abschlag größer als drei Prozent zeigte. Zuletzt stark gelaufene IT-Werte wie IBM litten unter Gewinnmitnahmen.
Diese gab es auch bei den Aktien von Palo Alto Networks , die vom Rekordniveau weiter um 5,6 Prozent zurückkamen. Das IT-Sicherheitsunternehmen hatte mit einem angehobenen Gewinnausblick auf das laufende Quartal positiv überrascht, doch Anleger halten die Potenziale des Unternehmens im Bereich der KI-Bedrohungen wohl für eingepreist.
Die Titel von Gamestop sprangen dagegen um sechs Prozent hoch. Der Videospiele-Händler steigerte im vergangenen Quartal seinen Umsatz deutlich und erzielte einen Rekordgewinn. Zudem will er eigene Aktien im Wert von zwei Milliarden US-Dollar zurückkaufen.
Im Dow legten die Aktien von Sherwin-Williams nach ihrem Rückgang der vergangenen Tage um 1,2 Prozent zu. Der Lack- und Farbenhersteller und sein japanischer Branchenkollege Nippon Paint Holdings haben ihre Pläne für eine Übernahme von Akzo Nobel wegen des Widerstands der Niederländer aufgegeben./tih/he
Wertentwicklungen (Performances) und Renditechancen werden ohne Berücksichtigung der jeweiligen Produkt-, Dienstleistungskosten und Zuwendungen angezeigt. Diese und deren Auswirkungen auf die Performance und Renditechance des Instruments erhalten Sie kundenindividuell vor Ihrer Transaktion oder im Rahmen Ihrer Beratung bei der HypoVereinsbank.
Alle Angaben ohne Gewähr. Die Informationen auf dieser Seite stellen weder eine Anlageberatung, noch ein verbindliches Angebot dar und dienen ausschließlich der eigenverantwortlichen Information. Insbesondere können sie eine Aufklärung und Beratung durch den Betreuer nicht ersetzen. Die Instrumente sind nur in Grundzügen dargestellt. Ausführliche Informationen enthalten bei Fonds die allein verbindlichen Verkaufsprospekte sowie die Wesentlichen Anlegerinformationen, die aktuellen Jahres- und Halbjahresberichte, bei anderen Instrumenten die allein verbindlichen Basisprospekte einschließlich etwaiger Nachträge bzw. die Endgültigen Bedingungen und bei Finanzinstrumenten, die der PRIIP-Verordnung unterliegen zusätzlich die Basisinformationsblätter. Diese deutschsprachigen Dokumente erhalten Sie bei Fonds in elektronischer Form auf der Detailseite zum Fonds und/oder in Papierform kostenlos über alle HypoVereinsbank Filialen. Bei Finanzinstrumenten, die der PRIIP-Verordnung unterliegen erhalten Sie die deutschsprachigen Basisinformationsblätter in elektronischer und/oder in Papierform kostenlos bei Ihrem Ansprechpartner der HypoVereinsbank. Alle anderen Dokumente können Sie direkt beim Emittenten (Herausgeber) anfordern. Wertpapiere und sonstige Finanzinstrumente unterliegen u.a. Kurs- und Währungsschwankungen, die die Rendite steigern oder reduzieren können. Es kann grundsätzlich zum Verlust des eingesetzten Kapitals kommen. Alle Wertpapiere außer Fonds unterliegen dem Emittentenrisiko und strukturierte Produkte zusätzlich dem Risiko des Basiswertes. Bei Optionsscheinen, Knock out Produkten und Faktorzertifikaten sind starke Kursschwankungen üblich und es besteht ein Totalverlustrisiko.
Die Informationen auf dieser Seite stellen auch keine Finanzanalyse dar. Eine den gesetzlichen Anforderungen entsprechende Unvoreingenommenheit wird daher nicht gewährleistet. Es gibt auch kein Verbot des Handels - wie es vor der Veröffentlichung von Finanzanalysen gilt. Diese Information richtet sich nicht an natürliche oder juristische Personen, die aufgrund ihres Wohn- bzw. Geschäftssitzes einer ausländischen Rechtsordnung unterliegen, die für die Verbreitung derartiger Informationen Beschränkungen vorsieht. Insbesondere enthält diese Information weder ein Angebot noch eine Aufforderung zum Kauf von Wertpapieren an Staatsbürger der USA, Großbritanniens oder der Länder im Europäischen Wirtschaftsraum, in denen die Voraussetzungen für ein derartiges Angebot nicht erfüllt sind.

© 2012-2020. UniCredit Bank GmbH (HVB). Bitte beachten Sie die Nutzungsbedingungen.
Design and Implementation by ByteWorx GmbH.
Powered by FactSet Digital Solutions GmbH.
Bereitstellung der Kurs- und Marktinformationen erfolgt durch FactSet Digital Solutions GmbH.
Fondsdaten bereitgestellt von Mountain-View Data GmbH.
Es wird keine Haftung für die Richtigkeit der Angaben übernommen!
