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Fri Aug 29 15:31:04 CEST 2025
BERLIN (dpa-AFX) - Nach der großen Sicherheitspanne bei Paypal will der US-Zahlungsdienstleister Betroffenen möglichst schnell zu ihrem Geld verhelfen. "Alle rechtmäßigen Transaktionen der Händlerinnen und Händler werden vollständig erstattet", sagte eine Paypal-Sprecherin der Deutschen Presse-Agentur.
Bei Paypal waren vor knapp einer Woche Sicherheitssysteme ausgefallen, die betrügerische Lastschriften herausfiltern sollen. Daraufhin hatten etliche Banken in Deutschland von der Paypal-Bank in Luxemburg weitergereichte Lastschriften mit einer Gesamtsumme im zweistelligen Milliardenbereich gestoppt. Dabei ging es um Lastschriften, bei denen Paypal das Geld vom Bankkonto der Kunden einzieht, nachdem diese etwa Waren im Internet gekauft haben.
Lastschrift über eine Milliarde Euro
Nach dpa-Informationen überschritt eine einzige betrügerische Lastschrift allein die Schwelle von einer Milliarde Euro. Andere Lastschriften hätten im dreistelligen Millionenbereich gelegen. Wegen dieser absurd hohen Summen seien die betrügerischen Einzugsversuche den Banken schnell aufgefallen. "Wer stellt schon eine Lastschrift in diesen Größenordnungen aus?", sagte ein Branchen-Insider. Von dem Vorfall seien vor allem die Händler betroffen gewesen, die wegen der Blockade der Banken nicht oder nur mit Verzögerung an ihr Geld kommen.
Kritik erntete Paypal von Verbraucherschützern: Ramona Pop, Vorständin des Verbraucherzentrale Bundesverbandes, störte sich vor allem daran, dass E-Mails von Paypal an Nutzer für Verunsicherung sorgten, wonach ihr Konto unzureichend gedeckt sei und Bearbeitungsgebühren angekündigt werden. "Der Zahlungsdienstleister muss seine Kundinnen und Kunden schnell aufklären, anstatt sie mit falschen Aussagen zur Kontodeckung zu verunsichern." Wenn Verbraucherinnen und Verbraucher keine Schuld an einer gescheiterten Zahlung hätten, dürften ihnen keine Bearbeitungsgebühren auferlegt werden. "Sollte Paypal unberechtigte Bearbeitungsgebühren verlangen, wird die Verbraucherzentrale den Klageweg prüfen."
Eine Sprecherin der Deutschen Kreditwirtschaft verwies darauf, dass Paypal gemeinsam mit den Finanzinstituten daran arbeite, die restlichen betroffenen Transaktionen zu korrigieren. "Banken und Sparkassen empfehlen generell, die Kontoumsätze regelmäßig auf unberechtigte Abbuchungen zu überprüfen."
Unternehmen entschuldigt sich
Paypal ist der mit Abstand wichtigste Online-Zahlungsdienst auf dem deutschen Markt mit einem Anteil von etwa knapp 30 Prozent bei Online-Einkäufen. Das Unternehmen entschuldigte sich für die Unannehmlichkeiten. "Sicherheit hat für uns nach wie vor die höchste Priorität." Wenn Probleme aufträten, würden Verbraucher sowie Händler durch den Käufer- und Verkäuferschutz von Paypal unterstützt. "Die Störung ist inzwischen behoben und wir arbeiten eng mit unseren Bankpartnern zusammen, um eventuelle Unstimmigkeiten auf den Konten der Kundinnen und Kunden zu klären."
Ende der Blockade-Folgen in Sicht
Ein Sprecher des Deutschen Sparkassenverbands DSGV sagte hingegen, es habe leider etwas Zeit benötigt, um mit Paypal ein gemeinsames Verständnis darüber zu erzielen, welche Abläufe zwingend erforderlich seien, um wirklich alle Fälle abarbeiten zu können. "Wir sind nach jetzigem Stand aber zuversichtlich, dass es in der Zusammenarbeit mit dem Zahlungsdienstleister möglich sein wird, bis Mitte kommender Woche alles erledigt zu haben."
Der Chef der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba), Thomas Groß, hatte am Donnerstag bei den Halbjahreszahlen darauf hingewiesen, dass der Zahlungsverkehr seit Dienstag wieder normal laufe, "natürlich unter intensiver Beobachtung". Wegen der Störungen zuvor müssten etliche Transaktionen nachbearbeitet werden. Das werde "weitestgehend automatisiert", in Einzelfällen aber auch manuell.
Ein Branchen-Experte sagte der dpa, bundesweit handle es sich um eine sechsstellige Zahl von zuvor blockierten Transaktionen, die nun einzeln begutachtet werden müssen./chd/DP/stk
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