Nachrichten Detail
Mon Sep 14 15:19:58 CEST 2026
ROUNDUP/Streit mit Großaktionär: Hugo Boss braucht neuen Aufsichtsratschef
METZINGEN - Nach der gescheiterten Übernahme durch die Frasers Group räumt der Aufsichtsratschef des Modekonzerns Hugo Boss seinen Posten. Stephan Sturm habe sich entschieden, sein Mandat als Mitglied des Aufsichtsrats zum 15. Oktober niederzulegen, teilte das Unternehmen am Montag in Metzingen mit. Die Entscheidung folge auf "konstruktive Gespräche vor dem Hintergrund der jüngsten Veränderungen in der Aktionärsstruktur". Frasers teilte zudem mit, einen zweiten Sitz im Aufsichtsgremium besetzen zu wollen. Anleger an der Börse reagierten entspannt.
IT-Experte: Wir kommen dem KI-GAU näher
FRANKFURT - Der KI-Experte Dennis-Kenji Kipker hält Warnungen führender KI-Unternehmen vor einer außer Kontrolle geratenden künstlichen Intelligenz grundsätzlich für berechtigt. Zwar seien konkrete Zeitangaben empirisch nicht belegbar, sagte der Professor vom Cyber Intelligence Institute (CII) im ZDF-"Morgenmagazin". "Was man aber definitiv sagen kann, ist, dass wir einem KI-GAU immer näher kommen."
Bundesregierung: Nehmen KI-Warnungen 'sehr ernst'
BERLIN - Die Bundesregierung ruft nach Warnungen mehrerer US-Techbosse vor Gefahren einer außer Kontrolle geratenen Künstlichen Intelligenz zur Suche nach globalen Lösungen auf. "Wir nehmen die Warnungen, die wir da gehört haben, sehr ernst", sagte der stellvertretende Regierungssprecher Steffen Meyer vor Journalisten in Berlin. Das höchste Sicherheitsgremium - der Nationale Sicherheitsrat - habe sich bereits zweimal mit diesem Thema beschäftigt, worüber im Nachgang auch informiert worden sei.
Umfrage unter Betriebsräten: Windindustrie erwartet weniger Aufträge
HAMBURG - Einer Gewerkschaftsbefragung zufolge erwartet die Windindustrie eine schwächere Auftragsentwicklung. Rechneten im vergangenen Jahr nahezu 60 Prozent der befragten Betriebsräte mit steigenden Aufträgen, sank der Wert für 2026 auf unter 20 Prozent. Das teilte die für Norddeutschland zuständige Industriegewerkschaft (IG) Metall Küste mit.
Mercedes-Benz ruft weltweit über 23.000 Autos zurück
STUTTGART - Mercedes-Benz ruft weltweit 23.606 Fahrzeuge der GLE-Baureihe 167 zurück, darunter 6.772 in Deutschland. Bei den zwischen August 2022 und September 2025 produzierten Diesel- und Hybridautos sei ein Schutzblech falsch verbaut, wie aus der Datenbank des Kraftfahrt-Bundesamts (KBA) und dem europäischen Rückrufportal Safety Gate hervorgeht.
ROUNDUP: Air Baltic beantragt Gläubigerschutz - Flugbetrieb läuft weiter
RIGA - Die angeschlagene lettische Fluggesellschaft Air Baltic hat Gläubigerschutz in den USA beantragt. Der Antrag erfolge freiwillig nach Kapitel 11 des US-Insolvenzrechts, teilte das Unternehmen in Riga mit. Es handle sich um ein Verfahren zur finanziellen Restrukturierung unter gerichtlicher Aufsicht. Flugbetrieb und Flugpläne seien nicht betroffen, hieß es in der Mitteilung des Staatsunternehmens, das sich seit längerem in finanzieller Schieflage befindet. Der US-Gläubigerschutz ist durch niedrige rechtliche Hürden auch für Unternehmen außerhalb der USA zugänglich.
Streaming sorgt weiter für Wachstum im Bezahlmarkt
BERLIN - Der Markt für kostenpflichtige Streamingdienste und Pay-TV-Sender in Deutschland bleibt auf hohem Niveau. Die Umsätze lagen 2025 wie im Vorjahr bei insgesamt 5,5 Milliarden Euro, wie der Verband Privater Medien (Vaunet) mitteilte. Für das laufende Jahr rechnet der Verband mit einem leichten Plus von 1,3 Prozent auf 5,6 Milliarden Euro.
Richtfest für neue Dresdner ESMC-Mikrochip-Fabrik - 'Meilenstein'
DRESDEN - Beim Bau der neuen Mikrochipfabrik im Dresdner Norden geht es voran: Gut zwei Jahre nach Baubeginn hat die European Semiconductor Manufacturing Company (ESMC) Richtfest gefeiert. ESMC-Präsident Christian Koitzsch sprach bei der Feier von einem Meilenstein auf dem Weg zum ersten Produktionsstandort des taiwanischen Branchenriesen TSMC in Europa.
IG Metall ruft zu Protest gegen Einschnitte in Autobranche auf
BERLIN - Mit Protestaktionen an mehr als 200 Orten in Deutschland will die IG Metall am 21. September ein Stopp-Zeichen gegen Jobabbau und weitere Einschnitte bei Beschäftigten in der Auto-Industrie setzen. Aktuell müssten vor allem die Mitarbeiter die Folgen der Branchenkrise tragen, kritisiert Gewerkschaftschefin Christiane Benner. "Wir erleben momentan einen beispiellosen Angriff auf die Beschäftigten in der Automobilindustrie." Dabei gehe es vor allem um die 35-Stunden-Woche. "Das muss aufhören."
China kritisiert Warnung von Techbossen vor KI-Entwicklung
PEKING - China hat die Warnungen mehrerer US-Techbosse vor einer gefährlichen Entwicklung von Künstlicher Intelligenz und vor einer möglichen Gefahr durch einen chinesischen Vorsprung für die USA kritisiert. Bedrohungserzählungen zu verbreiten, Konfrontation und böswilliger Wettbewerb störten den Prozess der globalen Steuerung von KI und lägen nicht im Interesse einer der Seiten, sagte Außenamtssprecher Guo Jiakun in Peking. Alle Seiten sollten sich gemeinsam für eine offene Entwicklung von KI einsetzen.
IPO/OpenAI-Chef: Börsengang nicht mehr in diesem Jahr
SAN FRANCISCO - Der mit Spannung erwartete Börsengang des ChatGPT-Entwicklers OpenAI wird in diesem Jahr nach Angaben von Firmenchef Sam Altman nicht mehr über die Bühne gehen. Er verwies in einem Interview des Magazins "Fortune" vor allem auf die aktuelle Debatte um die Gefahren hochentwickelter Künstlicher Intelligenz. "Man wäre schlecht beraten, genau jetzt an die Börse zu gehen", sagte Altman. Auf die Nachfrage, ob er sich auch den Verzicht auf einen Börsengang im kommenden Jahr vorstellen könnte, erwiderte Altman: "Ich würde sagen, nicht 2026."
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/stw
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