Nachrichten Detail

Enthaltene Instrumente

ROUNDUP: Steinmeier mahnt in China fairen Handel an

Thu Oct 29 10:29:47 CET 2026

PEKING (dpa-AFX) - Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat China dazu aufgerufen, gemeinsam die regelbasierte internationale Ordnung zu stärken und für Frieden und freien Welthandel einzutreten. In einer Rede an der Peking Universität forderte er, Ungleichgewichte in den wirtschaftlichen Beziehungen zwischen China und Deutschland beziehungsweise Europa abzubauen. Zudem appellierte er an China, auf Russland einzuwirken, um ein Ende des Ukraine-Krieges herbeizuführen.

Steinmeier sprach an der renommierten Universität, weil ihm diese die Ehrenprofessur verlieh. Er wurde von den Studentinnen und Studenten in der Aula mit langem Applaus begrüßt.

Steinmeier bekundete China ausdrücklich Respekt für seine rasante wirtschaftliche, technologische und politische Entwicklung. Das Land sei eine "prägende Weltmacht" geworden. Dies muss aus Steinmeiers Sicht aber konkrete Folgen haben. "Mit Größe und Macht kommt große Verantwortung." Die Europäer schauten auf den Aufstieg Chinas mit Wohlwollen, aber auch mit Erwartungen. "Wir haben keine Sorgen davor, dass China aufsteigt. Wir schauen jedoch darauf, wie China aufsteigt."

Warnung vor Ungleichgewicht in Wirtschaftsbeziehungen

Der Bundespräsident mahnte Wirtschafts- und Handelsbeziehungen auf Augenhöhe zum Nutzen beider Seiten an. "Unser Ziel als Europäer ist klar: Wir wollen keine Abkopplung von China, sondern im Gegenteil: Wir wollen den Handel so gestalten, dass er für beide Seiten weiterhin Vorteile bringt." Wettbewerb sei gut - "aber nur dann, wenn er auf der Grundlage von fairen und einheitlichen Regeln stattfindet".

Steinmeier sprach mit klaren Worten die aktuellen Probleme an, etwa den schwierigen Zugang westlicher Unternehmen zum chinesischen Markt und staatlich subventionierte chinesische Exporte, die in großer Menge nach Europa fließen. Dadurch entstehe die Gefahr einseitiger Verwundbarkeit. Dies könnten die Europäer für ihre Wirtschaft nicht wollen - "so wie China es für seine Wirtschaft nicht will".

Appell zur Mithilfe für Beendigung des Ukraine-Kriegs

Steinmeier appellierte an China, seiner Verantwortung als Weltmacht bei der Beilegung von Konflikten und Kriegen wie in der Ukraine oder im Nahen und Mittleren Osten gerecht zu werden. "China ist ständiges Mitglied des Sicherheitsrates und hat enge Beziehungen mit Russland. Lassen Sie uns also gemeinsam darauf hinwirken, dass Russland seine Angriffe einstellt und in ernsthafte Verhandlungen eintritt."

Bei diesen Kriegen stünden auch die Interessen Chinas auf dem Spiel, betonte Steinmeier. Als große Wirtschafts- und Handelsmacht sei das Land auf freie Seewege, intakte Lieferketten und eine sichere Energieversorgung angewiesen. "Je länger diese Konflikte andauern, desto schwächer wird die gesamte Weltwirtschaft insgesamt und damit auch eine ihrer größten Volkswirtschaften, nämlich China."

Warnung vor "Zauberlehrling"-Effekt bei KI

Steinmeier rief außerdem dazu auf, die großen Herausforderungen der Weltgemeinschaft gemeinschaftlich zu lösen. Als Beispiele nannte er den Klima- und Umweltschutz sowie den Umgang mit Künstlicher Intelligenz (KI). Gemeinsam sollte man bei der KI internationale Leitplanken setzen, damit die Technologie vom Menschen beherrschbar bleibe, sagte Steinmeier und bemühte dabei Goethes "Zauberlehrling": "Die ich rief, die Geister, werd' ich nun nicht los." Man dürfe die Kräfte der KI nicht unbedacht entfesseln.

Regelbasierte Weltordnung auch im Interesse Chinas

Steinmeier betonte, der Erhalt der heute stark gefährdeten regelbasierten internationalen Ordnung sei auch im Interesse der Großmacht China. Wie Deutschland lebe China von seiner großen Exportstärke und brauche daher ein Mindestmaß an Berechenbarkeit und Verlässlichkeit. "Und beides entsteht nur aus Regeln, die von allen respektiert werden."/sk/DP/mis

Wertentwicklungen (Performances) und Renditechancen werden ohne Berücksichtigung der jeweiligen Produkt-, Dienstleistungskosten und Zuwendungen angezeigt. Diese und deren Auswirkungen auf die Performance und Renditechance des Instruments erhalten Sie kundenindividuell vor Ihrer Transaktion oder im Rahmen Ihrer Beratung bei der HypoVereinsbank.

Alle Angaben ohne Gewähr. Die Informationen auf dieser Seite stellen weder eine Anlageberatung, noch ein verbindliches Angebot dar und dienen ausschließlich der eigenverantwortlichen Information. Insbesondere können sie eine Aufklärung und Beratung durch den Betreuer nicht ersetzen. Die Instrumente sind nur in Grundzügen dargestellt. Ausführliche Informationen enthalten bei Fonds die allein verbindlichen Verkaufsprospekte sowie die Wesentlichen Anlegerinformationen, die aktuellen Jahres- und Halbjahresberichte, bei anderen Instrumenten die allein verbindlichen Basisprospekte einschließlich etwaiger Nachträge bzw. die Endgültigen Bedingungen und bei Finanzinstrumenten, die der PRIIP-Verordnung unterliegen zusätzlich die Basisinformationsblätter. Diese deutschsprachigen Dokumente erhalten Sie bei Fonds in elektronischer Form auf der Detailseite zum Fonds und/oder in Papierform kostenlos über alle HypoVereinsbank Filialen. Bei Finanzinstrumenten, die der PRIIP-Verordnung unterliegen erhalten Sie die deutschsprachigen Basisinformationsblätter in elektronischer und/oder in Papierform kostenlos bei Ihrem Ansprechpartner der HypoVereinsbank. Alle anderen Dokumente können Sie direkt beim Emittenten (Herausgeber) anfordern. Wertpapiere und sonstige Finanzinstrumente unterliegen u.a. Kurs- und Währungsschwankungen, die die Rendite steigern oder reduzieren können. Es kann grundsätzlich zum Verlust des eingesetzten Kapitals kommen. Alle Wertpapiere außer Fonds unterliegen dem Emittentenrisiko und strukturierte Produkte zusätzlich dem Risiko des Basiswertes. Bei Optionsscheinen, Knock out Produkten und Faktorzertifikaten sind starke Kursschwankungen üblich und es besteht ein Totalverlustrisiko.

Die Informationen auf dieser Seite stellen auch keine Finanzanalyse dar. Eine den gesetzlichen Anforderungen entsprechende Unvoreingenommenheit wird daher nicht gewährleistet. Es gibt auch kein Verbot des Handels - wie es vor der Veröffentlichung von Finanzanalysen gilt. Diese Information richtet sich nicht an natürliche oder juristische Personen, die aufgrund ihres Wohn- bzw. Geschäftssitzes einer ausländischen Rechtsordnung unterliegen, die für die Verbreitung derartiger Informationen Beschränkungen vorsieht. Insbesondere enthält diese Information weder ein Angebot noch eine Aufforderung zum Kauf von Wertpapieren an Staatsbürger der USA, Großbritanniens oder der Länder im Europäischen Wirtschaftsraum, in denen die Voraussetzungen für ein derartiges Angebot nicht erfüllt sind.

Factset   Mountain-View
© 2012-2020. UniCredit Bank GmbH (HVB). Bitte beachten Sie die Nutzungsbedingungen.
Design and Implementation by ByteWorx GmbH.
Powered by FactSet Digital Solutions GmbH.
Bereitstellung der Kurs- und Marktinformationen erfolgt durch FactSet Digital Solutions GmbH.
Fondsdaten bereitgestellt von Mountain-View Data GmbH.

Es wird keine Haftung für die Richtigkeit der Angaben übernommen!
Langfristige Wertentwicklungen und Kursschwankungen insbes. zu Finanzinstrumenten, bzw. zu Finanzindizes entnehmen Sie bitte der jeweiligen Detailseite. Bitte beachten Sie: Vergangene Wertentwicklungen sind kein verlässlicher Indikator für eine künftige Wertentwicklung (Performance) und Renditechance. Die Rendite kann in Folge von Währungsschwankungen steigen oder fallen.