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Mon Aug 10 18:06:58 CEST 2026
FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax hat am Montag sein Rekordhoch nur knapp verpasst. Zur Mittagszeit war der deutsche Leitindex dicht dran, anschließend ließ der Schwung nach. Am Ende des Tages blieb ein Plus von 0,02 Prozent auf 26.323,88 Zähler. Der MDax der mittelgroßen Börsenwerte schloss 0,48 Prozent tiefer auf 32.251,14 Punkten.
"Kurzfristig sollten die Aktienmärkte durchatmen, längerfristig bleiben die Aussichten allerdings dank starkem Gewinnwachstum und moderaten Bewertungen gut", hieß es von der Dekabank. Der Konflikt im Nahen Osten bleibe im täglichen Handel ein Thema, aber auf Sicht mehrerer Wochen zeige sich seit dem Frühjahr immer wieder, dass der starke Gewinntrend und das Thema KI in allen Facetten deutlich entscheidender seien.
Im Iran-Krieg fehlt noch immer der diplomatische Durchbruch, sodass Anleger mit Blick auf eine Wiederöffnung der für den Öltransport wichtigen Straße von Hormus zwischen Hoffen und Bangen hin- und hergerissen sind. Am Montag legten die Ölpreise wieder zu. Dass die Sorgen vor Leitzinserhöhungen in den Vereinigten Staaten nach dem US-Arbeitsmarktbericht vom Freitag nachlassen, ist einer guten Stimmung hingegen förderlich.
Der Leitindex der Eurozone, der EuroStoxx 50 , schrammte am Montag ebenfalls nur knapp an seinem Höchststand vorbei und schloss mit plus 0,18 Prozent auf 6.535,62 Zähler. Außerhalb der Euroregion verbuchte die schweizerische Börse moderate Gewinne, jene in London leichte Verluste. In New York notierte zum europäischen Börsenschluss der Leitindex Dow Jones Industrial unverändert, der technologielastige Nasdaq 100 gab leicht nach.
Die Aktien von Qiagen bekamen am Nachmittag mit der Öffnung der New Yorker Börsen auch in Frankfurt nochmals Schub und gewannen zum Handelsende an der Dax-Spitze 5,5 Prozent. Laut Analyst Jan Koch von der Deutschen Bank zeigen die jüngsten Quartalszahlen des Diagnostikspezialisten eine operative Verbesserung. Die unter den Erwartungen liegende Prognose für das laufende Quartal sei eher auf eine vorsichtige Haltung des Managements zurückzuführen, nicht auf eine Verschlechterung des operativen Geschäfts.
Am Dax-Ende verloren die Papiere von Deutschen Telekom 3,2 Prozent und gaben damit einen Teil ihrer gegen Ende der Vorwoche nach Quartalszahlen eingefahrenen Kursgewinne ab.
Der Anlagenbauer Gea bestätigte die vorläufigen Quartalszahlen sowie den jüngst erhöhten Ausblick. Der Neuigkeitsgehalt war gering und die Kursbewegung mit einem Anstieg von 0,5 Prozent daher eher verhalten.
Einen deutlichen Rückschlag um gut 9 Prozent verzeichneten nach der jüngsten Erholungsrally die Aktien von Stabilus . Für Unsicherheit sorgte eine Personalie. So hatte Finanzchef Andreas Jaeger seinen Vertrag aus persönlichen Gründen vorzeitig aufgelöst. Die Stabilus-Anteile waren am Montag der schwächste Wert im Nebenwerteindex SDax ./ajx/he
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