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Mon Mar 30 10:45:44 CEST 2026
FRANKFURT (DEUTSCHE-BOERSE AG) - Der ?-lpreis bleibt hoch und die ?"ußerungen rund um den Iran-Krieg sind widersprüchlich. Damit ist die Lage an den Börsen auch zum Start der neue Woche weiter angespannt. Die Kursabschläge halten sich zunächst aber in Grenzen.
30. März 2026. FRANKFURT (Deutsche Börse). Der Krieg im Nahen Osten bleibt der zentrale Treiber der Kapitalmärkte. Die Angriffe des Iran auf die Golfstaaten setzten sich am Wochenende fort. Irans Präsident Massud Peseschkian drohte zudem mit harten Vergeltungsschlägen gegen Nachbarländer, falls Infrastruktur oder Wirtschaftszentren im Iran attackiert werden. US-Präsident Donald Trump spricht derweil von einem baldigen Abkommen über eine Waffenruhe und erklärt, er wolle sich das iranische ?-l aneignen.
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Zu Beginn der vergangenen Woche hatte die Hoffnung auf eine rasche Deeskalation kurzzeitig für Entspannung an den Börsen gesorgt. Nach einer dynamischen Erholung rutschten die Aktienmärkte im weiteren Wochenverlauf aber wieder ab. Der DAX (DE0008469008) verlor unter dem Strich 0,4 Prozent an Wert und schloss nach einem Wochenhoch von 23.179 bei lediglich 22.301 Punkten. Der Stoxx Europe 600 (EU0009658202) ging mit einem kleinen Wochenplus von 0,4 Prozent aus dem Handel. Die amerikanischen Indizes beendeten die Handelswoche nach einem schwachen Freitag mit Minuszeichen von 2,1 Prozent (S&P 500) bzw. 3,2 Prozent (Nasdaq 100). Zum Start der neuen Woche notiert der DAX mit rund 22.200 Punkten leicht unter dem jüngsten Schlusskurs. Der ?-lpreis der Sorte Brent liegt mit 107 Dollar weiter auf hohem Niveau.
Zum Wochenstart sieht es ähnlich aus. Der DAX steht nahezu unverändert, die Indikationen aus Asien und den USA sind allerdings etwas positiver.
Geopolitik und Energiepreise als Taktgeber
Ralf Umlauf von der Helaba geht davon aus, dass die Risikoprämien bei Rohöl und Erdgas hoch bleiben, solange die die für die globale Energieversorgung wichtige Straße von Hormus faktisch geschlossen ist. Auch danach dürften die Preise nach Ansicht des Strategen zunächst nicht wieder auf das Vorkriegsniveau zurückgehen. Die daraus resultierenden Risiken für die Inflationsrate machen eine Zinsanhebung der Europäischen Zentralbank im zweiten Quartal laut Umlauf wahrscheinlicher. Zudem belasten die steigenden Energiekosten die Gewinne vieler Unternehmen. Das spiegelt sich bereits in den Frühindikatoren wider. Die Analysten der Commerzbank verweisen auf die gesunkenen Erwartungen beim ifo-Geschäftsklimaindex und den Rückgang des kombinierten Einkaufsmanagerindex für Industrie und Dienstleistungssektor im Euroraum auf ein Zehnmonatstief bei 50,5 Punkten.
Uwe Streich von der LBBW blickt vor diesem Hintergrund auf die Entwicklung der Aktienmärkte im Umfeld früherer ?-lpreisschocks. Demnach gingen die Aktienkurse in vergleichbaren Situationen zunächst in die Knie, weil bei den Bewertungen ein deutlicher Risikoabschlag vorgenommen wurde. Mit wieder sinkenden ?-lpreisen kam es meist zu einer Erleichterungsrally, die wegen negativer makroökonomischer Nachrichten noch nicht nachhaltig in einen Aufwärtstrend führte. Erst als Anleger das "Licht am Ende des Tunnels" wahrnahmen, stiegen die Bewertungen und damit die Aktienkurse der Unternehmen. Die LBBW hat deshalb ihre Indexziele für Mitte 2026 gesenkt. Für den DAX wird per Ende Juni "nur" noch ein Stand von 24.000 Punkten erwartet. Aktuell notiert der Index rund 8 Prozent darunter.
Analysten sehen Potenzial bis zum Jahresende
An ihrem Jahresendziel von 25.000 DAX-Punkten halten LBBW ebenso wie Helaba und die DZ Bank zunächst fest. Birgit Henseler von der DZ Bank erwartet kurzfristig eine volatile Seitwärtsphase und eine Stabilisierung bis zur Jahresmitte. Der DAX sollte sich dabei in einer Spanne um etwa 22.500 Zähler bewegen. Eine nachhaltigere Erholung sieht sie erst bei politischer Deeskalation in der zweiten Jahreshälfte. Dann könnten sinkende Energiekosten, attraktivere Bewertungen und bessere Gewinnaussichten wieder Aufwärtsdynamik bringen.
Wichtige Konjunktur- und Wirtschaftstermine der Woche
Montag, 30. März
11.00 Uhr. Eurozone: Wirtschaftsvertrauen. Der Konsens rechnet mit einem Rückgang auf 97,0 nach 98,3 Punkten. Die Deka geht davon aus, dass Dienstleister und private Haushalte stärker belastet sein dürften als die Industrie.
14.00 Uhr. Deutschland: Verbraucherpreise. Die Strategen der Helaba erwarten einen deutlichen Anstieg der Inflationsrate von 1,9 auf 2,8 Prozent; im Monatsvergleich soll sich der Warenkorb schätzungsweise um 1,2 Prozent verteuert haben.
22.00 Uhr. USA: Rede FOMC-Vize Williams.
Dienstag, 31. März
11.00 Uhr. Eurozone: Verbraucherpreise. Für die Eurozone wird ein Anstieg der Inflationsrate von 1,9 Prozent auf 2,7 Prozent erwartet. Die gestiegenen Energiepreise gelten als Haupttreiber. Die LBBW-Schätzung liegt mit 3,1 Prozent sogar noch wesentlich höher.
16.00 Uhr. USA: Konsumentenvertrauen. Vor allem durch die erhöhten Benzinpreise dürfte der Index im März gemäß Konsens von 91,2 Punkten auf ca. 88,0 Punkte gefallen sein.
Mittwoch, 01. April
14.30 Uhr. USA: Einzelhandelsumsätze. Der Konsens rechnet mit einem Anstieg der Umsätze um 0,7 Prozent nach einem Minus von 0,2 Prozent im Vormonat.
Donnerstag, 02. April
13.30 Uhr. USA: Erstanträge Arbeitslosenhilfe.
Freitag, 03. April
Karfreitag: Börsen geschlossen
14.30 Uhr. USA: Arbeitslosenzahlen. Nach der "herben Enttäuschung" im Februar (Beschäftigungsabbau von gut 90 Tsd. Stellen außerhalb der Landwirtschaft) rechnet die Deka für diesen Monat mit einem Zuwachs von etwa 50 Tsd. Stellen. Die Helaba geht sogar von 75 Tsd. Stellen aus.
Von Thomas Koch, 30. März 2026, © Deutsche Börse AG
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