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Thu Mar 19 18:41:03 CET 2026
WIEN (dpa-AFX) - Der Wiener Aktienmarkt hat am Donnerstag die Erholungsgewinne aus der ersten Wochenhälfte wieder abgegeben. Steigende Öl- und Gaspreise nach Angriffen auf Förderanlagen im Nahen Osten gaben den Inflations- und Konjunktursorgen neue Nahrung. Die Europäische Zentralbank (EZB) tat es inzwischen der US-Notenbank Fed am Vorabend gleich und ließ ihre Schlüsselzinssätze unangetastet. Am Markt werden jedoch zwei Zinsanhebungen der EZB im weiteren Jahresverlauf erwartet.
Der ATX gab um 2,99 Prozent auf 5.263,02 Punkte nach und radierte so die Erholungsgewinne seit dem Wochenende wieder aus. Für den ATX Prime ging es um 2,99 Prozent auf 2.614,2 Zähler hinab. Deutliche Abgaben gab es auch im europäischen Umfeld.
Nach iranischen Angriffen auf Flüssiggasanlagen in Katar und der Androhung von Vergeltung durch US-Präsident Donald Trump wächst die Sorge vor einem folgenreichen Energiekrieg. Zuvor hatte Israel "South Pars", das vom Iran und Katar ausgebeutet wird, angegriffen. Die Öl- und Gaspreise dämmten kräftige Kursgewinne im Handelsverlauf zwar noch ein, was den Aktienmärkten aber kaum Entspannung brachte. Stattdessen bleiben Sorgen über langfristige Produktionsausfälle.
Auf der Pressekonferenz zum Zinsentscheid sprach EZB-Präsidentin Christine Lagarde von Aufwärtsrisiken für die Inflationsentwicklung und betonte, dass die EZB die Energiepreise und mögliche Engpässe in den Lieferketten genau beobachte. "Noch glaubt die EZB offiziell daran, dass der Ölpreis-Schock nur temporär ist", schrieb Jens-Oliver Niklasch von der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW). Gleichzeitig würden die Währungshüter signalisieren, dass sie im Bedarfsfall handeln würden, um ein Aufbäumen der Inflation ähnlich wie nach der Corona-Pandemie zu verhindern.
OMV verlieren nach BGI-Aufschub, Lenzing und SBO nach Zahlen
OMV-Aktien büßten 4,6 Prozent ein, nachdem der Börsengang der Borouge Group International (BGI), dem Chemie-Joint-Venture des Ölkonzerns mit der Abu Dhabi National Oil Company (ADNOC), wegen der jüngsten Entwicklungen auf 2027 verschoben wurde. Die Ausschüttung an die Mutterkonzerne soll 2026 zudem geringer ausfallen, was sich negativ auf die Dividende der OMV auswirken soll.
Das Update zur BGI falle negativer aus als die bisherigen Markterwartungen, warnte RBC-Analyst Adnan Dhanani. Es bestätige teilweise die bereits bestehenden Investorenbedenken, insbesondere mit Blick auf die Verschuldung und die verzögerte Umsetzung zentraler Projekte.
Am unteren ATX-Ende rasselten Lenzing-Titel nach enttäuschenden Zahlen 9,6 Prozent auf den tiefsten Stand seit 2009 hinab. Das Unternehmen verbuchte im abgelaufenen Jahr zwar einen Anstieg beim operativen Gewinn, jedoch geringer als von Analysten erwartet. Zudem gab der Umsatz des Faserherstellers leicht nach und der Nettoverlust fiel größer als befürchtet aus.
SBO hat im Geschäftsjahr 2025 einen massiven Rückgang bei Erlösen und Rentabilität verzeichnet und strich seine Dividende zusammen. Der Ölfeldausrüster verzeichnete zudem einen rückläufigen Auftragseingang. Die Analysten der Erste Group sahen jedoch keine großen Überraschungen gegenüber den vorläufigen Zahlen von Jahresanfang. Die Aktien verloren vier Prozent.
Von Analystenseite stufte das US-Analysehaus Jefferies die Aktien der OMV von "Buy" auf "Hold" ab. Das Kursziel legten die Experten bei 62 Euro fest. Inzwischen senkte die Baader Bank ihre Einschätzung der Verbund-Titel gleich um zwei Stufen auf "Reduce". Für die Semperit-Aktien bekräftigte Warburg die Kaufempfehlung und hob das Kursziel von 19 auf 21 Euro an./spa/sto/APA/men
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