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Fri Oct 02 08:16:09 CEST 2026
FRANKFURT (dpa-AFX) - Zwischen Zins- und Inflationssorgen dürfte der Dax am Freitag robust in den Handel starten. Der X-Dax signalisierte eine Stunde vor Handelsbeginn ein Plus von 0,3 Prozent auf 25.026 Zähler. Damit würde er wieder knapp über die 25.000-Punkte-Marke zurückkehren, die am Vortag erstmals seit Juli unterschritten wurde. In der Wochenbilanz steuert der Dax aber auf ein Minus von 1,5 Prozent zu.
Die US-Aktienmärkte hatten sich nach dem Xetra-Schluss etwas erholt und die Futures bestätigten diese Tendenz. Auch am Anleihemarkt hat sich die Lage etwas beruhigt nach dem jüngsten Ausverkauf. Der Helaba bereitet die Lage in Frankreich jedoch Sorgen, denn französische Anleihen mit zehnjähriger Laufzeit rentierten gegenüber vergleichbaren Bundesanleihen mit einem Aufschlag, den es zuletzt während der Euro-Schuldenkrise 2012 gegeben habe.
Anleger warten gespannt auf den US-Arbeitsmarktbericht, der am Nachmittag Impulse geben dürfte. Laut einem Händler würde ein konjunkturell gutes Signal "das Szenario länger anhaltend hoher Zinsen untermauern" und den Druck auf Risikoanlagen weiter erhöhen. Die Helaba-Experten gehen wegen vorheriger Signale davon aus, dass "keine grundsätzlichen Zweifel an den eingepreisten Fed-Zinserhöhungen aufkommen sollten".
Davor stehen aber noch in der Eurozone die Verbraucherpreise an, bei denen die Helaba auf die bereits vermeldeten Anstiege in großen Euro-Ländern verweist. Ob damit die Zinserhöhungserwartungen forciert werden, sei angesichts bereits drei eingepreister Zinsschritte fraglich.
Auf Unternehmensseite wandern die Blicke vor allem auf Sportartikelhersteller, nachdem der US-Konkurrent Nike am Vorabend einen Quartalsbericht vorgelegt hat, der in ersten Reaktionen auf allen Ebenen enttäuschte. Piral Dadhania von RBC hob den Ergebnisausblick für das Gesamtjahr hervor, der klar unter dem Konsens liege. Die Nike-Aktien sackten daraufhin im außerbörslichen Handel um mehr als acht Prozent ab.
Adidas trifft dies auf Tradegate mit einem Minus von 1,3 Prozent und Puma büßten dort im Xetra-Vergleich 1,7 Prozent ein. Bei Adidas kommt hinzu, dass der Konzern Analysten in einem Briefing zu den Resultaten darauf einstellte, dass sich das operative Ergebnis in diesem Jahr noch stärker in das Schlussquartal verschieben dürfte. Darauf wiesen Experten von RBC und Jefferies am Morgen hin.
Ansonsten setzten vorbörslich die Commerzbank -Anteile ihre jüngste Talfahrt mit einem Abschlag von 1,3 Prozent fort - trotz der weiter schwelenden Unicredit -Übernahme. Nach einer Abstufung durch die Deutsche Bank am Vortag ist es nun die kanadische Bank RBC, die ihr positives Votum aufgibt. Die Unicredit-Pläne führten zwar zu Wertschöpfung, erhöhten aber auch die Risiken und der weitere Verlauf sei schlechter berechenbar, schrieb Analystin Anke Reingen./tih/jha/
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